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Biathlon: DSV-Chef sieht deutsche Schwachstelle

Deutscher Biathlon-Chef mahnt

Die deutschen Biathletinnen und Biathleten haben beim Blinkfestivalen in Norwegen starke Leistungen gezeigt. DSV-Sportdirektor Felix Bitterling sieht dennoch Potenzial nach oben und spricht eine bestimmte Schwachstelle an.
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Die deutschen Biathletinnen und Biathleten haben beim Blinkfestivalen in Norwegen starke Leistungen gezeigt. DSV-Sportdirektor Felix Bitterling sieht dennoch Potenzial nach oben und spricht eine bestimmte Schwachstelle an.

Die deutschen Biathletinnen und Biathleten haben beim prestigeträchtigen Blinkfestivalen, das als eine Art Standortbestimmung in der langen Vorbereitung auf den Winter gilt, gute Ergebnisse geliefert. Insgesamt fünf Podien sicherte sich das DSV-Team in Norwegen.

DSV-Sportdirektor Felix Bitterling zog im Gespräch mit sport.de ein „wirklich positives“ Fazit zum Aufenthalt in Skandinavien. Man habe „viel Positives gesehen, vor allem bei den Damen mit vier Podien“, bilanzierte der Berchtesgadener.

Im Super-Sprint am vergangenen Freitag verpasste Vanessa Voigt den Sieg nur knapp um 5,2 Sekunden, während Hanna Kebinger den dritten Platz belegte. Im anschließenden Massenstart am Sonntag feierten die DSV-Damen sogar einen Doppelsieg, wobei Kebinger als Erste die Ziellinie überquerte, gefolgt von ihrer Teamkollegin Anna Weidel.

Die deutschen Männer konnten nicht ganz mit den starken Leistungen der Frauen mithalten. Immerhin holte Lukas Fratzscher in einem laut Bitterling „sehr anspruchsvollen Teilnehmerfeld“ einen dritten Rang. „Auch die ein oder andere Anschlussleistung in den sehr guten Feldern war positiv zu sehen“, führte der Biathlon-Chef aus.

Biathlon: DSV-Team will sich am Schießstand verbessern

Allerdings weist das deutsche Team an der ein oder anderen Stelle noch Verbesserungspotenzial auf. Bitterling wies auf die bekannte Schwäche am Schießstand hin: „Auf der anderen Seite haben wir auch gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Weshalb wir uns aber auch sehr bewusst dem Blinkenfestivalen gestellt haben, wo ein sehr, sehr schnelles, sehr, sehr reaktives Schießen unter Druck mit einem vollen Schießstand gefordert ist.“

Bis zum Saisonstart will das DSV-Team am Schießstand bessere Resultate erzielen. „Das ist sicherlich eine Sache, wo wir in der Vergangenheit nicht immer unsere Stärken hatten, wo wir noch arbeiten müssen. Das haben wir dort auch teilweise wieder aufgezeigt bekommen, daran gilt es weiter zu arbeiten“, stellte Bitterling klar.

Die Weltcup-Saison 2023/24 startet erst am letzten November-Wochenende im schwedischen Östersund. Zunächst steigt am kommenden Sonntag der City Biathlon 2023 in Wiesbaden, bei dem auch einige Athleten aus dem DSV-Team an den Start gehen werden.