Arnd Peiffer hat verraten, dass er und seine früheren Teamkollegen Erik Lesser, Daniel Böhm und Simon Schempp bei den Olympischen Winterspielen im Februar nachträglich die Goldmedaille für die Staffel aus dem Jahr 2014 in Sotschi erhalten werden. „Wir werden zwischen den Rennen geehrt“, sagte der 38-Jährige am Sonntag beim Biathlon-Event in der Schalker Veltins-Arena der ARD.
Biathlon: Peiffer lüftet deutsches Gold-Geheimnis
Peiffer lüftet Gold-Geheimnis
„Da freue ich mich natürlich, das mit denen nochmal erleben zu dürfen. Als Ex-Athlet noch einmal für fünf Minuten Athlet sein zu dürfen, ist bestimmt cool. Schön, dass wir das zusammen genießen dürfen“, erzählte Peiffer und nannte einen positiven Aspekt der ganzen Geschichte: „In Sotschi hatte ich damals keine Familie dabei. Das ist jetzt in Cortina beziehungsweise in Antholz möglich.“
Ob der Moment während der dann zwölf Jahre verspäteten Siegerehrung bei ihm Gänsehaut auslösen wird, wisse er allerdings noch nicht. „Das kann ich vorher noch gar nicht sagen. Ich bin selbst gespannt, wie sich das anfühlen wird“, so Peiffer. Dabei sein werden auch die Staffeln aus Österreich und Norwegen, die auf die Plätze zwei und drei vorrücken und das Podest somit komplettieren.
Biathlon: Russland nach Doping-Vergehen disqualifiziert
Mitte September wurde bekannt, dass die ehemaligen deutschen Biathleten Lesser, Böhm, Peiffer und Schempp elf Jahre nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi nachträglich die Goldmedaille in der Staffel zugesprochen bekommen. Das Quartett hatte damals mit nur 3,5 Sekunden Rückstand auf Russland den zweiten Platz belegt.
Aufgrund eines Dopingvergehens von Jewgeni Ustjugow wurde die russische Staffel aber nachträglich disqualifiziert. Nach seiner rückwirkenden Sperre scheiterte der Russe mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen. Deshalb vergab das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Medaillen neu.
Die betroffenen Athleten aus Deutschland, Österreich und Norwegen durften dabei selbst bestimmen, wo sie die Auszeichnung erhalten wollen. Mit den Olympischen Spielen 2026 steht nun der Rahmen für die Zeremonie fest. In Antholz finden im Februar die olympischen Biathlon-Wettbewerbe statt.
Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 gab es ebenfalls eine nachträgliche Siegesfeier. Damals wurden dem US-amerikanischen Eislauf-Team mit zwei Jahren Verspätung am Fuße des Eiffelturms die Goldmedaille überreicht. Hintergrund der Zeremonie war der Fall der nachträglich wegen Dopings gesperrten Eiskunstläuferin Kamila Walijewa.