Fredrik Mühlbacher hat am Sonntag bei der Herren-Staffel in Oberhof für einen kleinen Schreckmoment gesorgt. Als Schlussläufer der österreichischen Mannschaft musste er das Rennen nach dem siebten Schießen aufgeben. Grund waren Atemprobleme, wie Mühlbacher selbst wenig später berichtete. Inzwischen gab es aber Entwarnung.
Biathlon: Österreicher meldet sich nach Schreckmoment
Biathlet meldet sich nach Schreckmoment
„Ich bin ganz normal ins Rennen gegangen. Vor den letzten beiden Liegendschuss habe ich plötzlich Herzrasen bekommen – da hat alles zugemacht“, schilderte der 27-Jährige der Kronen Zeitung. Als er den Schießstand verließ, wusste er, dass das Rennen für ihn gelaufen war: „Ich bin bei (Cheftrainer; Anm. d. Red) Ludwig Gredler vorbeigelaufen und habe ihm gedeutet, dass es nicht mehr geht. Der Puls ging nicht mehr runter.“
Mühlbacher zeigte sich von dem Zwischenfall allerdings nicht sonderlich besorgt. „Mir geht es ja auch gut. Ich wurde in St. Johann untersucht, alles ist im grünen Bereich“, sagte er und offenbarte, dass er die Situation bereits kannte: „Vor fünf Jahren hatte ich das schon einmal. Daher habe ich mir keine Sorgen gemacht.“
Sollte die Atemprobleme wiederholt auftreten, „müsste man es veröden. Ich mache mir deshalb aber keinen Kopf“, so Mühlbacher. „Für die Trainer und die Leute daheim war es sicher schlimmer als für mich. Ich musste oft die gleiche Nachricht schreiben“, fügte er abschließend hinzu.
Biathlon: Katastrophales Wochenende für Österreich
Mühlbachers Aufgabe in der Staffel machte das aus österreichischer Sicht dunkle Wochenende komplett. Eigentlich war der Start des Quartetts mit Dominic Unterweger, Simon Eder, Fabian Müllauer und Mühlbacher gut gelungen. Zwischenzeitlich führte Simon Eder das Feld in die fünfte Runde sogar an.
Anschließend fiel das ÖSV-Team jedoch immer weiter zurück, bis Mühlbacher als Schlussläufer die Reißleine zog und aus dem Rennen ausstieg. Nach dem Debakel im Sprint – erstmals seit 30 Jahren schaffte es kein Österreicher in die Verfolgung – verpasste die Mannschaft somit auch im letzten Wettbewerb in Oberhof das wichtige Erfolgserlebnis.
Der Sieg ging an Norwegen, das sich nach einem engen Zielsprint mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden vor Frankreich durchsetzte. Dritter wurde Schweden vor Italien und Deutschland.