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Disqualifikation macht Experten fassungslos

Disqualifikation macht fassungslos

Konstantin Vasilev sorgt bei der Biathlon-Staffel in Oberhof für ein selten gesehenes Kuriosum. Der Bulgare verlässt beim Überholvorgang klar ersichtlich die Streckenbegrenzungen - und erhält dafür die Höchststrafe.
In Oberhof erlebt die deutsche Biathlon Herren-Staffel ein wechselhaftes Rennen. Nach einem starken Start und einer zwischenzeitlichen Führung fiel das DSV-Team im letzten Abschnitt zurück.
Konstantin Vasilev sorgt bei der Biathlon-Staffel in Oberhof für ein selten gesehenes Kuriosum. Der Bulgare verlässt beim Überholvorgang klar ersichtlich die Streckenbegrenzungen - und erhält dafür die Höchststrafe.

Was für eine kuriose Szene! Der Bulgare Konstantin Vasilev setzte im Rahmen der Biathlon-Staffel in Oberhof zu einem Überholvorgang gegen den deutschen Biathleten Lucas Fratzscher an. Das gelang ihm auch - doch es gab ein Problem: Der 22-Jährige hatte dabei klar die Streckenbegrenzungen missachtet.

Ein Biathlet auf Abwegen? ARD-Experte Erik Lesser wirkte einen Moment sprachlos, ehe er verwundert analysierte. „Sorry, das ist Verlassen der Strecke. Das war ein Überholvorgang und fast ein bisschen beabsichtigt. Das ist tatsächlich schwierig“, erklärte er im Live-Kommentar.

„Er geht ganz ganz klar im Überholvorgang raus. Was ist los mit ihm? Sorry, ich bin ja perplex, was denkt der sich?“, brachte er seine Verwunderung zum Ausdruck.

Biathlon in Oberhof: Bulgarien wird disqualifiziert

Auch wenn Vasilev mit seinen 22 Jahren noch nicht über die ganz große Erfahrung verfügt, müsste er eigentlich wissen, dass ein solches Manöver Konsequenzen hat. Das bulgarische Team wurde disqualifiziert.

Besonders bitter: Die Bulgaren hatten zum Zeitpunkt des Regelverstoßes nur 27 Sekunden Rückstand auf die führenden Norweger und lagen auf einem guten achten Platz.

Vasilev hatte das Zepter als zweiter Starter seines Landes sogar auf Platz sechs liegend übernommen.

Während das bulgarische Team nun ordentlich Frust schieben wird, durfte sich Norwegen über einen Sieg vor Frankreich und Schweden freuen. Deutschland landete auf dem fünften Platz, verpasste das Podium nach zwischenzeitlicher Führung aber nur um 2,8 Sekunden.