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Biathlon-Olympiasiegerin denkt über Karriereende nach

Vittozzi erwägt Karriereende

Bei den Olympischen Winterspielen gewann Lisa Vittozzi Gold in der Verfolgung. Nun hält sich die Italienerin ein mögliches Karriereende offen.
Im olympischen Massenstart geht Franziska Preuß zum letzten Mal in ihrer Karriere bei einem Biathlon-Rennen an den Start. Nach dem Zieleinlauf wird es emotional, weil auch eine weitere Biathlon-Legende Abschied nimmt.
Bei den Olympischen Winterspielen gewann Lisa Vittozzi Gold in der Verfolgung. Nun hält sich die Italienerin ein mögliches Karriereende offen.

Verliert das italienische Biathlon-Team nach Dorothea Wierer sein zweites Aushängeschild binnen kurzer Zeit? Möglich scheint es zumindest. Lisa Vittozzi, Olympiasiegerin in der Verfolgung, hat die Fortsetzung ihrer Karriere offen gelassen und einen Rücktritt nach der Saison nicht ausgeschlossen.

„Ich habe viel gewonnen und zwei komplizierte Jahre hinter mir. Von Olympia nehme ich viele Emotionen mit – und ich habe mein großes Ziel, die Goldmedaille, erreicht“, sagte Vittozzi der Tageszeitung Il NordEst: „Nach der Weltcupsaison werde ich mir Zeit nehmen. Nach einem langen, wirklich sehr langen Urlaub und reiflicher Überlegung werde ich entscheiden, ob ich weitermache.“

Die Entscheidung sei völlig offen. „Ich kann nur wiederholen: Ich weiß noch nicht, ob ich weitermache“, so Vittozzi weiter. Auch bei Fondo Italia äußerte sich die 31-Jährige zurückhaltend: „Ich weiß es nicht, darüber habe ich noch überhaupt nicht nachgedacht. Ich genieße im Moment einfach jeden Tag, dann sehen wir weiter. Über die Zukunft habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“ Die Sätze sorgten in ihrer Heimat für Aufsehen.

Biathlon: Vittozzi plagten gesundheitliche Probleme

Hinter Vittozzi liegen zwei belastende Jahre. Aufgrund hartnäckiger Rückenprobleme musste sie die komplette Weltcup-Saison 2024/25 aussetzen und verpasste sämtliche Rennen – ein schwerer Einschnitt für die frühere Gesamtweltcupsiegerin und Weltmeisterin. Die Olympischen Spiele waren in dieser Zeit ihr größter Antrieb. Schon im vergangenen Sommer hatte Vittozzi offen eingeräumt, wie entscheidend dieses Ziel für sie war:

„Wenn die Spiele im eigenen Land stattfinden, ist das eine zusätzliche Motivation, wirklich alles zu investieren. Ich muss ehrlich sagen: Ich weiß nicht, was ich ohne die Olympischen Spiele gemacht hätte“, betonte Vittozzi damals. Dieses große Ziel hat sie inzwischen erreicht.