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Biathlon: "Essen und Schlafen waren schwierig" - Fremdgeh-Beichte hatte Folgen für Laegreid

Fremdgeh-Beichte hatte Folgen

Der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid hat bei den Olympischen Winterspielen gestanden, dass er fremdgegangen ist, und damit für einen riesigen Wirbel gesorgt. Nun verrät er, welche Folgen das Geständnis für ihn selbst hatte.
Sturla Holm Laegreid offenbarte nach seiner Bronzemedaille im Biathlon-Einzel, dass er fremdgegangen ist. Auf der anschließenden Pressekonferenz macht er klar, dass er um seine Freundin kämpfen will.
Der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid hat bei den Olympischen Winterspielen gestanden, dass er fremdgegangen ist, und damit für einen riesigen Wirbel gesorgt. Nun verrät er, welche Folgen das Geständnis für ihn selbst hatte.

Sturla Holm Laegreid hat verraten, dass seine Offenbarung über einen Seitensprung auch körperliche Spuren hinterlassen habe. „Ich denke, jeder, der Ähnliches erlebt hat, kann nachvollziehen, dass der Körper reagiert. So etwas passiert nun mal und gehört dazu“, schilderte der norwegische Biathlon-Star in einem Interview mit dem Sender NRK.

Die Belastung habe bei ihm zu Gewichtsverlust geführt. „Essen und Schlafen waren schwierig, deshalb habe ich mehr abgenommen, als ich eigentlich wollte“, ergänzte Laegreid rund zwei Wochen nach den Olympischen Winterspielen. Vor den kommenden Rennen in Kontiolahti setzt er nun auf eine gute Küche, um die „paar Kilo weniger“ wieder auszugleichen.

„Ich hoffe, dass wir hier gutes Essen bekommen, damit ich ordentlich essen und neue Energie tanken kann“, betonte der 29-Jährige, der beim Höhepunkt des Winters groß auftrumpfte. Laegreid gewann bei jedem Individualrennen sowie mit der Männer-Staffel Edelmetall. Insgesamt sicherte er sich fünf Medaillen – dreimal Silber und zweimal Bronze –, sorgte aber auch für einen der größten Aufreger.

Biathlon: Laegreid entschuldigte sich für TV-Berichte

Nach dem Einzel hatte der Norweger öffentlich gemacht, dass er seiner Partnerin untreu gewesen sei und ihr dies zuletzt gestanden habe. „Vor sechs Monaten habe ich die Liebe meines Lebens getroffen. Doch vor drei Monaten habe ich den größten Fehler meines Lebens gemacht“, sagte er und sprach von der „schlimmsten Woche meines Lebens“.

In einer späteren Stellungnahme entschuldigte sich Laegreid dafür, dass seine privaten Probleme den Blick auf die sportlichen Leistungen des norwegischen Teams überschattet hätten. So geriet etwa der Einzelsieg seines Teamkollegen Johan-Olav Botn etwas in den Hintergrund. Unter seinem Liebeskummer litt jedoch nicht der sportliche Erfolg des Gesamtweltcup-Siegers der Vorsaison.

„Es ist überraschend gut gelaufen“, erklärte Laegreid. „Das zeigt, dass nicht alles perfekt sein muss – wichtig ist, präsent zu sein.“ Vorrangig sei, in den entscheidenden Momenten alles zu geben: „Dafür braucht man keine perfekte Vorbereitung, keine makellose Ernährung und keinen idealen Schlaf. Am Ende zählt, was man im Moment selbst leistet.“