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Deutsches Biathlon-Talent peilt Comeback an

Biathlon-Talent peilt Comeback an

Biathletin Johanna Puff ist Monate nach ihrem Zusammenbruch zurück im Training und arbeitet am Comeback. Vor allem eines steht im Fokus: Schritt für Schritt zurückfinden – und wieder Freude am Sport entwickeln.
Mit ihrem Triumph beim Gesamtweltcup erfüllt sich ein Traum für Franziska Preuß. Außerdem gibt es seit 2017 erstmals wieder eine Deutsche an der Biathlon-Spitze. SPORT1 zeigt die erfolgreichsten Biathletinnen der Weltcup-Geschichte.
Biathletin Johanna Puff ist Monate nach ihrem Zusammenbruch zurück im Training und arbeitet am Comeback. Vor allem eines steht im Fokus: Schritt für Schritt zurückfinden – und wieder Freude am Sport entwickeln.

Die Biathletin Johanna Puff hat nach monatelanger Krankheitspause wieder mit dem Training begonnen und arbeitet an ihrem Comeback. Die 23-Jährige war nach einem Zusammenbruch infolge einer Herzmuskelentzündung zu einer längeren Zwangspause gezwungen worden und hatte ihre Saison vorzeitig beenden müssen.

Nun hat die zweifache Biathlon-Europameisterin die medizinische Freigabe für einen behutsamen Wiedereinstieg ins Training erhalten. „Ich habe klare Vorgaben bekommen. Am Anfang durfte ich nicht über einen Puls von 135 gehen und nur jeden zweiten Tag etwa eine Stunde trainieren“, berichtete sie im Interview mit web.de.

Biathlon-Talent zurück auf den Skiern

Nach mehreren Monaten Pause stand Puff inzwischen erstmals wieder auf Skiern – ein wichtiger Schritt zurück in Richtung Leistungssport. Es habe „einfach gutgetan“, schilderte sie ihre ersten Eindrücke. Hinter ihr liegen belastende Monate, geprägt von einem strikten Trainingsverbot und der verpassten Teilnahme an den Olympischen Spielen. Umso mehr rückt nun ein anderer Aspekt in den Vordergrund: „Vor allem, wieder Spaß daran zu haben, ohne dass man alle zehn Meter stehen bleiben muss.“

Dabei geht Puff ihren Neustart bewusst vorsichtig an. „Nach fast drei Monaten kompletter Pause sei es entscheidend gewesen, „es nicht gleich wieder zu übertreiben“, erklärte sie mit Blick auf ihren Comeback-Plan. Die Trainingsbelastung wird inzwischen schrittweise erhöht, stets unter medizinischer Kontrolle.

Aktuell absolviert sie im Rahmen einer Reha in Bad Endorf ihr Aufbauprogramm und tastet sich langsam an höhere Umfänge heran. Die kommenden Wochen sollen vor allem dazu dienen, wieder Stabilität und Rhythmus in den Trainingsalltag zu bringen. Ein konkreter Zeitplan steht dabei bewusst nicht im Vordergrund – vielmehr orientiert sich alles daran, wie ihr Körper auf die steigenden Belastungen reagiert. „Ich lasse das bewusst offen. Das hängt davon ab, wie mein Körper reagiert.“