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Trautvetter verteidigt Ausschluss von Russland im Sport

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Trautvetter verteidigt Ausschluss von Russland im Sport

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Trautvetter verteidigt Russland-Ausschluss

Trautvetter verteidigt Russland-Ausschluss

Andreas Trautvetter, Präsident des deutschen Bob- und Schlittenverbandes, hat Sanktionen gegen den russischen Sport als gerechtfertigt verteidigt.
Trautvetter befürwortet Ausschluss von Russland im Sport
Trautvetter befürwortet Ausschluss von Russland im Sport
© AFP/SID/DANIEL MIHAILESCU
SID
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von SID

Andreas Trautvetter, Präsident des deutschen Bob- und Schlittenverbandes (BSD), hat Sanktionen gegen den russischen Sport wegen des Angriffskriegs in der Ukraine als gerechtfertigt verteidigt. Dabei zog der 66-Jährige einen Vergleich mit dem Anti-Doping-Kampf und den dort geltenden Regelungen.

"Was Russland in der Ukraine macht, ist ein völkerrechtswidriger Aggressionskrieg, Massenmord und Völkermord. Da muss doch die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt bleiben", sagte Trautvetter dem Deutschlandfunk: "Dies kann ich doch nicht weniger bestrafen als Betrug."

Eine Teilnahme Russlands an internationalen Wettbewerben und Veranstaltungen des Weltverbandes IBSF, bei dem Trautvetter als Vize-Präsident tätig ist, sei ausgeschlossen, solange Russlands Besatzung der Ukraine anhalte und keine Friedensverhandlungen aufgenommen würden.

Russlands Sperre war unlängst vom IBSF-Schiedsgericht aufgehoben worden - laut Trautvetter allerdings aus rein formellen Gründen. Auf dem kommenden Kongress vor dem Beginn des Weltcup-Winters soll die für die Suspendierung nötige Zweidrittel-Mehrheit erreicht werden.

Zugleich kritisierte Trautvetter die Haltung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in der Russland-Causa. Als Präsidiumsmitglied des Weltverbands fühle er sich "vom IOC alleine gelassen". Bei völkerrechtswidrigem Verhalten sei es "nicht mehr gerechtfertigt, politisch neutral zu sein".

Er erwarte, dass das IOC eine klare Position beziehe. Das Verhalten von Staaten, in denen Menschenrechte nicht eingehalten werden, müsse sanktioniert werden. Auch bei der Vergabe von internationalen Großveranstaltungen, die dort dann nicht mehr durchgeführt werden könnten.