Umstrittenes Olympia-Relikt soll weg
Die eigens für die Olympischen Spiele 2006 erbaute Anlage ist schon lange umstritten.
Der umstrittene, für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin gebaute Eiskanal Cesana Pariol soll abgerissen werden. Das geht aus Unterlagen hervor, die von den örtlichen Behörden veröffentlicht wurden. Die Bahn, auf der 2006 die Bob-, Rodel und Skeletonwettbewerbe ausgetragen wurden, war 2004 für fast 110 Millionen Euro errichtet und bereits fünf Jahre später wieder außer Betrieb genommen worden. 2023 war die Anlage kurzzeitig für eine Wiederinbetriebnahme für die Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina im Gespräch.
Anfang November war eine Ausschreibung zur „Umgestaltung und Umnutzung der olympischen Anlage für Bob, Rodel und Skeleton“ veröffentlicht worden. Sie umfasst einen Auftrag im Wert von 7,6 Millionen Euro für den Rückbau der 1435 Meter langen Bahn sowie aller für Wettkämpfe genutzten Einrichtungen wie Start- und Zielbereiche oder Umkleideräume. Ein Termin für die Abrissarbeiten wurde nicht genannt.
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Die Anlage war eines der umstrittensten Projekte der Winterspiele 2006 und wurde unter anderem aufgrund schlechter Erreichbarkeit, fehlender Nutzungsmöglichkeiten nach den Spielen und hoher Wartungskosten bereits 2011 wieder aufgegeben. Eine Wiederbelebung für die Spiele 2026 wurde aufgrund zu hoher Kosten abgelehnt, stattdessen entschied sich die italienische Regierung dafür, eine neue Bahn in Cortina d’Ampezzo zu bauen – ein Projekt, dass mit 120 Millionen Euro letztendlich sogar noch höhere Kosten verursachte.