Bob-Anschieber gibt emotionales Comeback nach 982 Tagen

von SPORT1
Bob-Anschieber gibt emotionales Comeback nach 982 Tagen

Sandro Michel schiebt Michael Vogts Bob in Lillehammer 982 Tage nach seinem schweren Unfall in Altenberg wieder an.

Für Sandro Michel ist diese Trainingsfahrt in Lillehammer weit mehr als ein Lauf in der Saisonvorbereitung. 982 Tage nach seinem lebensbedrohlichen Unfall in Altenberg schob der Anschieber wieder den Zweierbob seines langjährigen Piloten Michael Vogt an.

Beim Trainingssturz war der Schweizer vor knapp zweieinhalb Jahren aus dem Viererbob gefallen und vom rückwärts rutschenden Schlitten erfasst worden.

Der Schweizer hatte schwere Verletzungen an Brustkorb, Becken und Oberschenkel erlitten. Zudem waren seine Hüfte und sein rechtes Bein massiv beschädigt wurden. „Die Gefahr bestand, dass man das Bein amputieren musste“, erinnert sich Michel. Mehrere Operationen und eine lange Reha folgten, zwischenzeitlich war selbst normales Gehen ein großes Ziel.

Bei Michel fließen nach der ersten Fahrt die Tränen

Nun sprintete Michel wieder auf Eis, stieg in den Schlitten und meisterte die erste gemeinsame Fahrt mit Vogt. „Es war sehr emotional. Als ich unten ankam, sind schon ein paar Tränen geflossen“, sagte der 30-Jährige. Dass es zunächst nicht um die Zeit ging, machte er klar: „Besonders schnell waren wir ja nicht. Aber wenn ich überlege, woher ich komme, bin ich natürlich sehr zufrieden.“

Die Leistungstests von Swiss Sliding im Frühherbst hatten bereits gezeigt, dass Michel wieder ein beachtliches Niveau erreicht hat. Beim Test in Lillehammer stand vor allem die Belastbarkeit seiner mehrfach operierten Hüfte im Fokus. „Es ging eigentlich gut, doch ein paar blaue Flecken hat es gegeben“, sagte Michel schmunzelnd.

Für Wettkämpfe reicht es dennoch erstmal noch nicht. „Ich befinde mich noch nicht auf Wettkampfniveau“, betonte Michel, der in diesem Winter keine Rennen bestreiten wird. Stattdessen plant er mit Freundin Sina Halter eine längere Reise, will aber weitertrainieren: „Ich brauche weiterhin ein hohes Ziel, sonst wäre ich nie so weit gekommen.“


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.