Anzeige

Deutschlands neuer Wintersport-Held

Deutschlands neuer Wintersport-Held

Terence Weber stand bei den deutschen Kombinierern bislang im Schatten von Frenzel, Rydzek und Co. - aus diesem ist er im Eisschrank von Ruka furios entkommen.
Terence Weber feierte in Ruka seinen ersten Weltcupsieg
Terence Weber feierte in Ruka seinen ersten Weltcupsieg
© Imago
SID
SID
von SID

Das Gelbe Trikot auf der Brust wärmte Terence Weber nicht wirklich.

„Es war schon sehr kalt hier, minus 20 Grad und kälter“, sagte der Senkrechtstarter der Kombinierer, nachdem er im finnischen Ruka seine Teamkollegen Eric Frenzel und Vinzenz Geiger eiskalt abgekocht hatte.

Mit dem ersten Weltcupsieg seiner Karriere und der zwischenzeitlichen Führung im Gesamtweltcup erlebte Weber im Winterwunderland sein ganz eigenes Märchen. (DATEN: Gesamtweltcup der nordischen Kombinierer)

„Es ist ein Traum, das Gelbe Trikot zu tragen. Heute ist er wahr geworden“, sagte Weber, dessen zuvor bestes Weltcupergebnis ein siebter Platz 2018 in Ramsau gewesen war.

Terence Weber trotzt Eiseskälte in Ruka

Doch unweit des Polarkreises lief der 25-Jährige am Samstag heiß, führte nach dem Springen und ließ in der Loipe keinen mehr vorbei - auch nicht den dreimaligen Olympiasieger Frenzel, der wie er für den SSV Geyer startet.

Auch die Eiseskälte konnte Weber nicht stoppen. „Es gibt schönere Bedingungen zum Laufen. Aber es war ein Wahnsinnstag für das deutsche Team“, sagte Weber.

Wohl wahr: Geiger komplettierte am Samstag auf Rang drei das rein deutsche Treppchen. (Nordische Kombination: Alle Wettbewerbe im LIVETICKER)

Weinbuch schwärmt von sprungstarkem Weber

Sein Schützling habe sich „in die Phalanx der starken, alten Leute“ innerhalb des deutschen Teams eingebracht, sagte Hermann Weinbuch. (DATEN: Weltcup-Kalender der nordischen Kombination)

Der Bundestrainer hatte Weber vor der Saison gelobt. „Er ist im Springen unser Stärkster, der schaut da richtig gut aus. Und im Laufen ist er auch besser geworden“, hatte Weinbuch im Oktober gesagt.

Damals wollte ihm noch niemand so recht glauben. Seit dem Wochenende hat sich das gründlich geändert.