Ein schwerer Sturz der Österreicherin Magdalena Egger hat die Damen-Abfahrt in Zauchensee überschattet. Die 24-Jährige verlor in einer schnellen und mit Schlägen versehenen Linkskurve die Balance und krachte mit hoher Intensität in das Fangnetz.
Ski Alpin: Heftiger Sturz überschattet Zauchensee-Abfahrt
Schock-Diagnose nach üblem Sturz
Nach der MRT-Untersuchung herrschte bittere Gewissheit! Egger hat sich einen Riss im vorderen Kreuzband, einen Riss des Seitenbandes und eine Quetschung des Außenmeniskus zugezogen. Damit ist die Saison für die Speed-Spezialistin vorzeitig beendet und der Olympia-Traum geplatzt.
Horror-Sturz: Expertin leidet mit Egger
„Nein, nein, nein, nein“, durchfuhr es die Eurosport-Expertin Martina Lechner. „Sie hat einen leichten Schlag bekommen, oh nein. Da halten die Damen im Ziel den Atem an. Der Außenski verhakt sich mit dem Innenski, dann bist du unterwegs wie auf rohen Eiern. Das wurde ihr zum Verhängnis“, kommentierte das ehemalige österreichische Alpin-Ass den Sturz ihrer Landsfrau.
Sofort eilten einige Betreuer zur Unfallstelle und halfen der Rennfahrerin, sich aus dem Netz und dem tiefen Schnee zu befreien. Die an der Nase blutende Egger konnte sich mit der Unterstützung der Betreuer aufrichten. Die Speed-Spezialistin stieg wenig später sogar in ihre Ski, um aus eigener Kraft in den Zielbereich zu fahren.
Nach wenigen Metern schüttelte sie jedoch den Kopf, rutschte zu den Betreuern zurück und setzte sich auf den Boden. Folgerichtig musste sie schließlich doch mit dem Helikopter abtransportiert werden.
Das Rennen musste nach dem Sturz von Egger (Startnummer 17) für einige Zeit unterbrochen werden. Lindsey Vonn konnte sich wenige Minuten davor nach einer fast fehlerfreien Fahrt an die Spitze setzen - und letztlich ihren zweiten Saisonsieg feiern.
Schwere Bedingungen in Zauchensee
Der Start der Abfahrt in Zauchensee musste wegen ergiebiger Schneefälle in den vergangenen Tagen nach unten verlegt werden. Zuvor war ein Trainingsdurchgang den Bedingungen zum Opfer gefallen.
Egger zählt spätestens seit dieser Saison zu den größten Hoffnungsträgerinnen im österreichischen Abfahrtsteam. Mitte Dezember raste sie in der Abfahrt von St. Moritz sogar auf Platz zwei. Umso bitterer ist die Tatsache, dass die schwere Verletzung alle Olympia-Hoffnung auf einem Schlag beendet hat.