Nach 13 Jahren im alpinen Ski-Weltcup hat die Schweizerin Joana Hählen angekündigt, ihre Karriere nach der laufenden Saison zu beenden. „Es ist schwer, etwas loszulassen, was man liebt, und oh Skirennen, ich habe dich geliebt. Aber es ist Zeit, dieses Kapitel zu beenden“, teilte sie in einem emotionalen Beitrag auf Instagram mit.
Ski Alpin: Speed-Ass macht nach vier Kreuzbandrissen Schluss
Ski-Ass beendet Karriere
Hählen gab ihr Weltcup-Debüt im November 2013 in Beaver Creek. In den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G gehörte sie über Jahre hinweg zur erweiterten Weltspitze und stand insgesamt fünfmal auf dem Podium. Doch ihre Karriere wurde immer wieder auch von schweren Verletzungen gebremst.
Ski Alpin: Hählen erlitt vier Kreuzbandrisse
Gleich vier Kreuzbandrisse musste die inzwischen 34-Jährige wegstecken – 2011, 2014, 2018 und zuletzt 2024. „Nach meiner Verletzung vor zwei Jahren habe ich noch einmal alles investiert, körperlich wie mental, um an meine Grenzen zu kommen. Aber Kopf und Körper wollten dieses Risiko nicht immer mehr mittragen“, blickte sie auf diese schwierigen Phasen zurück.
Für Hählen überwiegt dennoch das Positive. „Die fünf Podestplätze bleiben unvergessliche Highlights“, sagte Hählen, die insgesamt bei 166 Weltcups startete. Gleichzeitig betonte die Athletin aus dem Kanton Bern, wie glücklich sie sei, „dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen durfte“. Ihrem Team und ihrem persönlichen Umfeld sprach sie großen Dank aus.
Rücktritt? Auch Vonn meldet sich zu Wort
Bereits vor Beginn der Saison dachte Hählen darüber nach, ob sie ihre Karriere nach diesem Winter beenden oder noch eine weitere Saison dranhängen sollte. Die endgültige Entscheidung fiel dann am vergangenen Wochenende. „Als ich in Soldeu über die Ziellinie gefahren bin, war mir klar: Jetzt ist der richtige Moment, um aufzuhören. Ich habe immer alles gegeben – und darauf kann ich stolz sein“, erklärte sie.
Aus der Ski-Szene erhielt sie zahlreiche Reaktionen auf ihren Abschied. Unter anderem meldeten sich Marco Odermatt, Mikaela Shiffrin, Lindsey Vonn und Wendy Holdener zu Wort und wünschten ihr für die Zeit nach der aktiven Karriere alles Gute.