Willingen-Quali: Eisenbichler stark

Willingen-Quali: Eisenbichler stark

Skispringer Markus Eisenbichler glänzt bei der Qualifikation zum Weltcup in Willingen - Karl Geiger enttäuscht. Für ein Achtungszeichen sorgt Polens Muranka.
Markus Eisenbichler landete in der Qualifikation zum Weltcup in Willingen auf Platz drei
Markus Eisenbichler landete in der Qualifikation zum Weltcup in Willingen auf Platz drei
© AFP/SID/INA FASSBENDER
. SID
von SID
am 29. Jan

Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler hat bei der Qualifikation zum Weltcup in Willingen geglänzt und damit die Hoffnung auf einen Heimsieg im hessischen Upland geschürt.

Der 29-Jährige aus Siegsdorf flog von der Mühlenkopfschanze auf 142,0 m und wurde Dritter hinter dem Polen Andrzej Stekala, der mit größerem Anlauf zehn Meter weiter sprang, sowie Norwegens Weltcup-Spitzenreiter Halvor Egner Granerud (139,5).

Karl Geiger (Oberstdorf) kam hingegen nach einem missglückten Sprung auf 118,5 m als schlechtester von sechs deutschen Startern nicht über Platz 42 hinaus. (Skispringen: Weltcupstände)

Der Vierschanzentournee-Zweite gab vor dem Wettkampf der besten 50 am Samstag (16.00 Uhr ) keinen guten Eindruck ab. (NEWS: Alles zum Skispringen)

Skispringen: Eisenbichler stark bei Willingen-Weltcup

"Man sollte das heute nicht überbewerten, es waren doch sehr unterschiedliche Bedingungen", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher nach dem Durchgang bei teils sehr starkem Aufwind und aufkommendem Regen.

Für den Sprung des Tages von der größten Großschanze der Welt sorgte zuvor der Pole Klemens Muranka, der mit 153,0 m bei kürzerem Anlauf als Landsmann Stekala den Schanzenrekord von Janne Ahonen (Finnland) und Jurij Tepes (Slowenien) um einen Meter verbesserte.

Muranka holte damit die Bestmarke nach Polen zurück. Adam Malysz hatte 2001 als erster Springer auf der umgebauten Mühlenkopfschanze mit 151,5 m die 150-Meter-Marke übertroffen, ehe Ahonen ihn 2005 ablöste und Tepes neun Jahre später gleichzog.

Um Murankas "falsch positiven" Coronatest hatte es bei der Vierschanzentournee reichlich Wirbel bis hin zum kurz darauf wieder zurückgenommenen Ausschluss von Polens Team gegeben. 

17 Jahre ordnet Martin Schmitt dem Skispringen alles unter. Er gewinnt fast alles, was es zu gewinnen gibt. Gesamt-Weltcup, Olympia- und WM-Gold - nur der Tournee-Sieg bleibt ihm verwehrt. Nun stellt Martin Schmitt seine Sprung-Skier in die Ecke. SPORT1 blickt auf seine erfolgreiche Karriere zurück
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Die Karriere von Martin Schmitt

Muranka mit Schanzenrekord in Willingen

Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) kam mit 137,5 m auf Platz 16, Constantin Schmid (Oberaudorf/135,0) als 24., Martin Hamann (Aue/134,0) als 25. und Pius Paschke (Kiefersfelden/127,0) als 26. schafften ebenfalls souverän den Sprung ins Wettkampffeld.

Da lediglich 55 Springer angetreten waren, schieden allerdings auch nur fünf Springer aus. Am Samstag und Sonntag stehen am Mühlenkopf zwei Einzelspringen an.

Diese vier Durchgänge sowie die beiden Qualifikationssprünge am Freitag und Sonntag bilden die Gesamtwertung "Willingen 6", deren Sieger zusätzlich 15.000 Euro kassiert.

Im Vorjahr knackte Lokalmatador Stephan Leyhe den Jackpot und feierte seinen ersten Weltcupsieg, diesmal fehlt der Willinger wegen eines Kreuzbandrisses.