So hat sich der Schweizer Cheftrainer Bine Norcic den Kampf um das letzte Olympia-Ticket nicht vorgestellt. Das Duell zwischen dem viermaligen Olympiasieger Simon Ammann und Youngster Felix Trunz entwickelte sich zum Schneckenrennen.
Debakel für Schweizer Skispringer bei WM: "Ich bin richtig sauer!"
WM-Debakel. „Ich bin richtig sauer!“
Während Ammann als 31. im ersten Durchgang der Skiflug-WM in Oberstdorf ganz knapp ausschied, wurde Trunz gar nur 36. Den Samstag konnten die beiden Eidgenossen demnach als Touristen verbringen, da nur die Top 30 die Durchgänge drei und vier bestritten.
„Ich bin richtig sauer“, kommentierte Cheftrainer Norcic die Leistungen seiner Skispringer. Damit meinte er aber nicht nur Ammann und Trunz, sondern das gesamte Team.
Schweizer enttäuschen bei Skiflug-WM: „So kann es nicht weitergehen“
Viel besser lief es schließlich auch bei den für Olympia gesetzten Springern Sandro Hauswirth und Gregor Deschwanden nicht. Hauswirth belegte am Ende Platz 26, der eigentliche Vorflieger Deschwanden ist gar nur auf Platz 30 zu finden.
„Es ist zu wenig. Es muss von allen mehr kommen“, monierte Norcic. „Wir müssen das analysieren. So kann es nicht weitergehen“, fügte er hinzu.
Ammann bei Olympia dabei? Routinier leicht im Vorteil
Für Ammann und Trunz geht es nun darum, beim WM-Teamfliegen einen letzten guten Eindruck zu hinterlassen. Aktuell ist der Routinier wohl leicht im Vorteil, da er im Weltcup etwas mehr Punkte geholt hat und in Oberstdorf minimal besser geflogen ist.
Die Entscheidung soll nach der Skiflug-WM fallen. Für Ammann wären es die achten Olympischen Spiele. Der 44-Jährige wurde sowohl 2002 als auch 2010 Doppel-Olympiasieger.
Der 19 Jahre alte Trunz macht hingegen seine ersten Schritte im Weltcup. Beim Springen in Sapporo am vergangenen Wochenende erzielte er als 23. sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis.