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Vierschanzentournee-Wahnsinn: "Es ist krass, das ist einfach krank"

Prevc weiter in eigener Liga

Domen Prevc gewinnt auch das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Die deutschen Felix Hoffmann und Philipp Raimund liefern erneut gute Leistungen.
Domen Prevc gewinnt auch das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Die deutschen Felix Hoffmann und Philipp Raimund liefern erneut gute Leistungen.
Domen Prevc gewinnt auch das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Die deutschen Felix Hoffmann und Philipp Raimund liefern erneut gute Leistungen.

Domen Prevc hat nach seinem Sieg in Oberstdorf auch das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen.

Der Slowene triumphierte am Donnerstag mit 303,1 Punkten und feierte den zweiten Sieg der Vierschanzentournee 2025/26. Jan Hörl (287,7 Punkte) wurde Zweiter, Landsmann Stephan Embacher (287,1 Punkte) vervollständigt das Podium.

Prevc-Show: „Das ist einfach krank“

„Es ist krass, wie groß Domens Vorsprung ist. Das ist einfach krank. Von seinem Fluggefühl kann ich nur träumen“, sagte Philipp Raimund im ZDF.

Bester Deutscher wurde erneut Felix Hoffmann (275,9 Punkte), der beim ersten Springen in Oberstdorf noch Dritter wurde. Hoffmann sprang in Garmisch-Partenkirchen auf Platz sechs, Landsmann Raimund (271 Punkte) reihte sich direkt dahinter auf Rang sieben ein.

In der Tournee-Gesamtwertung fiel Hoffmann mit 573,2 Zählern hinter Embacher (578,3 Punkte) auf den vierten Rang zurück. „Insgesamt bin ich zufrieden, auch wenn vielleicht noch mehr drin war“, sagte er.

Prevc einsam an der Spitze

Oberstdorf-Gewinner Prevc flog auf 143,0 und 141,0 m und darf nun sogar auf den Vierfach-Triumph hoffen. Dieses Kunststück ist in der Tournee-Geschichte bislang nur Sven Hannawald (2001/02), dem Polen Kamil Stoch (2017/18) und Ryoyu Kobayashi aus Japan (2018/19) gelungen. Mit 619,8 Punkten liegt Prevc zur Tournee-Halbzeit bereits klar vor Hörl (584,8).

Hoffmann unterstrich zum Start ins neue Jahr ebenso seine Topform wie Philipp Raimund. „Ich bin sehr zufrieden mit meinen beiden Vorfliegern. Es war nicht optimal, aber sehr gut“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. Dritter DSV-Adler im zweiten Durchgang war Pius Paschke (21.).

Wellinger und Geiger verpassen Durchgang zwei

Für die deutschen Sorgenkinder endete der Wettkampf dagegen vorzeitig: Sowohl der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger (32.) als auch der ehemalige Skiflug-Weltmeister Karl Geiger (33.) verpassten den zweiten Durchgang, ebenso wie Youngster Ben Bayer (43.).

Titelverteidiger Daniel Tschofenig, in Oberstdorf noch Zweiter, kam nicht über den neunten Rang hinaus und gab Rang zwei der Gesamtwertung an seinen Teamkollegen Hörl ab, Dritter ist nun Embacher. Stefan Kraft (Österreich) verabschiedete sich als 26. bereits aus dem Kreis der Tournee-Kandidaten.

Kurios: Der Slowene Timi Zajc wurde wie schon in Oberstdorf disqualifiziert. Der Slowene wurde noch vor seinem ersten Sprung aus dem Verkehr gezogen, erneut war sein Anzug am Bein zu groß - diesmal vier Millimeter. Beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf waren es noch drei Millimeter. Zajc erhält nach seiner zweiten Verwarnung zudem eine Rote Karte und ist beim Wettkampf in Innsbruck am Sonntag gesperrt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)