Der ehemalige deutsche Skispringer Martin Schmitt ist mit Timi Zajc nach dessen erneuter Disqualifikation bei der Vierschanzentournee hart ins Gericht gegangen. Der TV-Experte von Eurosport bezeichnete den Slowenen schlichtweg als „frech“.
Vierschanzentournee: Schmitt watscht Anzug-Sünder ab
Schmitt verurteilt Anzug-Farce
„Das ist ein Denkzettel für ihn. Ich finde es frech - und das nicht im positiven Sinne”, befand Schmitt: „In Oberstdorf hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist.“
Zajc war beim Neujahrsspringen zum zweiten Mal wegen eines zu großen Anzugs aus dem Verkehr gezogen worden. Er erhielt daher eine Rote Karte und ist für den Wettkampf in Innsbruck gesperrt.
Vor allem dass Zajc nach dem ersten Ausschluss bei Instagram noch Witze gerissen hatte, kam bei dem 47-Jährigen überhaupt nicht gut an. Dies sei „nicht okay“.
„Durch sein Lach-Lach hat sich der Kontrolleur heute wahrscheinlich gedacht: Na gut, dann kontrollieren wir mal vor dem Sprung und nicht erst danach, wenn du ihn gedehnt hast. Und da hat es wieder nicht gepasst.“
Vierschanzentournee: Skispringer von Kontrollen überrascht
Tatsächlich waren die Springer in Garmisch-Partenkirchen diesmal vor dem Sprung kontrolliert worden - nicht alle Teilnehmer sahen das kommen.
„Das hat wohl viele überrascht. Normalerweise werden wir unten (nach dem Sprung) kontrolliert, aber jetzt haben sie die Beinlänge und alles oben (vor dem Sprung) gemessen. Ich glaube, das war für einige eine Überraschung“, sagte der Norweger Marius Lindvik bei NRK und berichtete von verblüfften Minen unter den Springern.
„Wir haben das nicht erwartet, aber man muss jederzeit darauf vorbereitet sein“, sagt Zajcs Teamkollege Anze Lanisek über die Kontrolle an der Spitze.