Die neueste große Story-Wendung um Champion Roman Reigns hat der WWE-Show Friday Night SmackDown die beste Einschaltquote seit langem beschert - und den aktuellen Boom des Wrestling-Imperiums dick unterstrichen.
WWE: Rekord-Quote! Die Liga boomt dank Epos um Roman Reigns wie lange nicht
WWE: Reigns sorgt für Rekord-Quote
Die aktuelle SmackDown-Episode erreichte in den USA ein Rating von 0,73 in der Kernzielgruppe der 18- bis 49-Jährigen. Das bedeutete für TV-Partner Fox nicht nur einen über 40-prozentigen Anstieg im Vergleich zur Vorwoche, es war auch die beste Quote in der Zielgruppe seit mehreren Jahren. (NEWS: Alle Neuigkeiten zum Thema WWE)
WWE SmackDown erreicht monströse Quote
Mehr Fans hatte zuletzt die Weihnachtsepisode 2020 mit einem Steel Cage Match des schon damals amtierenden Reigns gegen Kevin Owens angelockt - und der damalige Wert lag vor allem daran, dass vor SmackDown damals ein großes NFL-Spiel lief und viele Zuschauer hängen geblieben waren.
Die aktuelle Episode hatte kein vergleichbares „Lead-In“, WWE zog die Fans selbst an mit dem Cliffhanger des Events Night of Champions, in dem Reigns‘ Neffe Jimmy Uso sich gegen ihn wandte und ihn die Chance kostete, zusammen mit Solo Sikoa die Tag-Team-Titel zu gewinnen.
Bei SmackDown - beworben mit einer Feierstunde für den 1000-Tage-Meilenstein von Champion Reigns - wurde die Geschichte um den mafiösen Bloodline-Clan fortgesetzt, indem Reigns sich an Jimmy rächte und dessen jüngeren Bruder Sikoa veranlasste, ihn niederzuschlagen.
In der jungen Zielgruppe war die vergangene SmackDown-Episode am Freitag die meistgesehene Sendung im gesamten US-Fernsehen, auch bei der Gesamtzuschauerzahl (heute weniger relevant als früher, weil mehr auf die werberelevante „demo“ geschaut wird) fuhr WWE mit 2,563 Millionen Zuschauern den besten Wert des Jahres ein.
WWE boomt wie seit Jahrzehnten nicht
Reigns‘ Titelregentschaft und die immer epischer werdende Bloodline-Story erweisen sich damit einmal mehr als Treiber eines riesigen WWE-Booms, der inzwischen wohl als der größte seit der legendären Attitude Era rund um die Jahrtausendwende gelten darf.
In einem TV-Umfeld, das wegen des digitalen Medienwandels eigentlich immer schwieriger wird, steigen die WWE-Quoten im Jahresvergleich, statt zu sinken, in besonders hohem Maß bei den jungen Fans. Auch die Ticket- und Merchandise-Verkäufe brummen bei WWE wie lange nicht, aktuell werden praktisch nach jedem Großevent neue Rekordzahlen verkündet.
Im Konkurrenzkampf mit Rivale AEW, der im Herbst und Winter 2021 noch mehrere Quotensiege gegen WWE eingefahren hatte, ist der Marktführer inzwischen weit enteilt. Die Entwicklung begann im Frühjahr 2022 und festigte sich, als im vergangenen Sommer „Triple H“ Paul Levesque das kreative Ruder bei WWE übernahm und viel Lob für seine strukturierte Handschrift erntete. Dass inzwischen wieder der skandalbehaftete Firmengründer Vince McMahon das letzte Wort hat, hat bislang auch nichts am Hoch der Liga geändert.
Reigns steht mit seiner historischen Titelregentschaft und der Saga um seinen Familien-Clan im Zentrum des Booms- Der „Tribal Chief“ - bei Fans früher lange umstritten - muss als Business-Motor inzwischen Vergleiche mit den Liga-Ikonen Hulk Hogan, Steve Austin, The Rock und John Cena nicht mehr scheuen.
Die derzeitige Erfolgswelle verspricht dem neuen Kampfsport-Konglomerat aus WWE und der UFC-Mutterfirma Endeavor auch den nächsten riesigen Milliarden-Zahltag, wenn demnächst die Anschlussverträge für die im Herbst 2024 auslaufenden TV-Deals für RAW und SmackDown ausgehandelt werden.