AJ Styles. Sami Zayn. Chris Jericho. Kenny Omega. Will Ospreay. Samoa Joe. Finn Balor. Kota Ibushi. Ricochet. Pac. Seth Rollins.Die Liste der Wrestling-Stars, die erklärtermaßen von Eiji Ezaki inspiriert sind, ist eine Liste der Crème de la Crème des Gewerbes - und es ist kein Zufall.Ezaki, besser bekannt als Hayabusa, war in den neunziger Jahren ein Showkampf-Phänomen, das seiner Zeit voraus war wie wenige andere: Pfeilschnell und flugfreudig wie der Wanderfalke, nach dem er sich benannte. Innovativ und ästhetisch. Umgeben von einer mythischen Aura.Hayabusa war einer der größten Stars des japanischen Wrestlings, ehe ein tragischer Ringunfall im Jahr 2001 seine Karriere beendete und ihn lähmte. Am 3. März 2016 - heute vor neun Jahren - starb Ezaki an den Spätfolgen.
In Mexiko wurde der Mythos geboren
Ezaki, geboren am 29. November 1969 in der Stadt Yatsushiro, stand seit 1987 im Ring und wurde zu Beginn der Neunziger von der populären Underground-Liga FMW als Nachwuchstalent entdeckt.Den Weg zum großen Durchbruch ebnete ihm FMW-Gründer Atsushi Onita, indem er ihn 1993 auf eine Bildungsreise nach Mexiko schickte: Von Rey Misterio Sr., dem Ende 2024 verstorbenen Onkel von WWE-Superstar Rey Mysterio, lernte Ezaki dort den Lucha-Libre-Stil, der seine Ringfertigkeiten vollendete - und entwickelte seinen Charakter als maskierte, mystische Figur.Nach seiner Rückkehr nach Japan baute Onita Hayabusa als sein Nachfolger in der Rolle als Star und Zugpferd der Liga auf.Hayabusa erfand diverse populäre Aktionen
Die beiden bestritten eine Fehde, in der sich Hayabusa auf Onitas Spezialität einließ - brutale, teils mit Feuer und Sprengstoff hantierende „Death Matches“. Hayabusas Markenkern blieb trotzdem sein innovatives, in der Flüssigkeit seiner Bewegungen geradezu poetisches Ringhandwerk, das in dieser Zeit viele Blicke auf FMW lenkte.Hayabusa war einer der ersten Stars, der den 450 Splash populär machte, eine Sprungaktion mit 450-Grad-Salto nach vorn vom obersten Seil. Er erfand auch den noch spektakuläreren Phoenix Splash und die kunstvolle Suplex-Variation Falcon Arrow (Flügel des Falken) - Aktionen, die heute allesamt zum Standardrepertoire der heutigen Highflyer-Elite gehören.Ein Saltosprung mit tragischen Folgen
Am 22. Oktober 2001 ereignete sich in einem Match gegen Mammoth Sasaki der schicksalhafte Unfall, der Hayabusas Leben veränderte.Hayabusa rutschte aus, als er einen Lionsault - einen Rückwartssalto, bei dem er sich von einem der Ringseile abfedert - gegen seinen Kontrahenten Sasaki zeigen wollte (Westlichen Wrestling-Fans ist die Aktion als Standardmanöver von Chris Jericho bekannt).Hayabusa landete bei dem Missgeschick auf dem Kopf, zog sich beim Aufprall zwei Wirbelbrüche zu und landete deswegen im Rollstuhl. Das bittere Karriere-Ende war eine schmerzvolle Erinnerung, wie gefährlich das Wrestling in jedem Moment sein kann - und es war auch für FMW verhängnisvoll, die Liga ging ohne ihren Star ein.