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Wrestling-Star trickst Fans denkwürdig aus

Wrestling-Star trickst Fans denkwürdig aus

In einer kuriosen Ausgabe von AEW Dynamite in New York tauschen Superstar CM Punk und Bösewicht MJF für eine Nacht die Rollen - scheinbar zumindest.
MJF stand bei einer kuriosen Ausgabe von AEW Dynamite im Zentrum
MJF stand bei einer kuriosen Ausgabe von AEW Dynamite im Zentrum
© All Elite Wrestling
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann
von Martin Hoffmann

Es schien nur ein hohler Spruch zu sein - aber WWE-Rivale AEW hat alles getan, um ihn Wirklichkeit werden zu lassen.

Wrestling-Jungstar Maxwell Jacob Friedman alias MJF hatte vergangene Woche angekündigt, in seiner Heimatstadt Long Island den lautesten Jubel zu bekommen, den je ein Wrestling-Lokalmatador erhalten hätte - lauter als Bret „The Hitman“ Hart in seiner Geburtsstadt Calgary.

Bei der dieswöchigen Ausgabe der TV-Show Dynamite in der neuen UBS Arena zeigte sich, dass die Behauptung mehr war als eine leere Ankündigung: AEW griff tief in die Trickkiste, um den eigentlich als Bösewicht definierten MJF in einer kuriosen Nacht zum scheinbaren Helden gegen seinen Rivalen CM Punk zu machen - und ihm einen unvergesslichen Abend zu bescheren. (Wie MJF schon als Fünfjähriger im US-TV begeisterte)

Auch CM Punk verhilft MJF zu lautem Jubel

Es begann damit, dass zu Beginn der Show unter schon recht freudigem Jubel die Musik von MJF ertönte, dann aber stattdessen Punk auftauchte - ein beliebtes Stilmittel im Wrestling, um Fans zu reizen und den Jubel über den tatsächlichen Auftritt eines Stars noch größer zu machen.

Punk zog dann auch auf verschmitzte Art alle Register, um die New Yorker Fans weiter gegen sich aufzubringen und hinter MJF zu scharen: Er verspottete das lokale NHL-Team New York Islanders, bekundete die Meinung, dass seine Heimatstadt Chicago New York in jeder Hinsicht überlegen sei - und provozierte MJF und dessen Anhänger dann noch mit einem dreckigen Gruß: Er enthüllte ein populäres Fanshirt mit den „vier Säulen“ der AEW-Zukunft - auf dem der eigentlich dort platzierte MJF gegen Damenchampion Britt Baker ausgetauscht war.

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Wissenswertes zum Thema Wrestling:

Vor dem tatsächlichen Auftritt von MJF - als Teil der von ihm schon zweimal gewonnen Battle Royal um den „Dynamite Diamond Ring“- trieb AEW das Spiel dann noch weiter: Es zeigte einen Clip, in dem MJF mit einem weißen Ferrari in Long Island ankam und ironisch seine Leistungen als Schulsportler, Künstler (“Kapitän der rein männlichen A-Cappella-Gruppe ‚The A Cappellas‘) und Frauenheld pries. „Held oder Schurke: Es ist alles eine Frage der Perspektive“, war der Schlüsselsatz des Videos - das seine Wirkung nicht verfehlte.

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Als MJF dann endlich auftauchte, war der Jubel tatsächlich riesig - und der sonst stets voll in seiner Rolle als Ekelpakete aufgehende MJF konnte sich ein gerührt wirkendes Lächeln nicht verkneifen.

Gegen Dante Martin fällt dann doch die Maske

Auch in der Battle Royal wurde MJF dann wie ein klassisches „Babyface“ inszeniert, das etwa mit einer spektakulären Dreifach-Eliminierung unter anderem auch seinen eigenen Bodyguard auschaltete. Es gab dann sogar einen Handshake mit dem Co-Sieger, dem 20 Jahre alten Dante Martin, der sich in den vergangenen Monaten als aufstrebendes Top-Talent hervorgetan hatte. Martin und MJF kämpfen den als Trophäe winkenden Diamantring kommende Woche in einem Einzelmatch final aus.

Und als Martin vom zuvor eliminierten Ricky Starks vom Team Taz (mit dem sich Martin vorher zum Schein verbündet hatte) attackiert wurde, stürmte MJF unter dem Jubel der Fan in den Ring - um dann doch sein wahres Gesicht zu zeigen.

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MJF ging gemeinsam mit Starks auf Martin los und rückte damit die Rollen wieder gerade - ebenso wie Punk, der Martin zu Hilfe kam und seinen Feind vertrieb.

Eine Wrestling-Nacht wie jede andere war es trotzdem nicht: Wie schon in seinem als Musical-Revue inszenierten „Dinner Debonaire“ mit Chris Jericho - das ihm sogar eine lobende Erwähnung im Kulturteil der New York Times einbrachte - hat MJF einmal mehr gezeigt, mit wie viel Einfallsreichtum er für besondere Momente sorgen kann.

Die weiteren Highlights:

- Ein Comeback nach längerer Verletzungspause feierte Publikumsliebling Trent Beretta, durch das nun die Gruppierung Best Friends wieder vollständig ist: Nach einer Niederlage von Chuck Taylor und Rocky Romero gegen die Young Bucks ließ sich Beretta - nun kahlrasiert - einmal mehr von Mutter Sue zur Halle fahren, half die Bucks und Adam Cole zu vertreiben und feierte eine Reunion mit Taylor, Romero, Orange Cassidy, Wheeler Yuta und Kris Statlander.

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- Nach der Augen-Attacke auf Pac am Freitag bei Rampage lieferte Malakai Black eine weitere Schock-Aktion: Diesmal traf es Julia Hart, die Begleiterin der Varsity Blonds Brian Pillman Jr. und Griff Garrison. Black blendete die 20-Jährige mit seinem „Black Mist“.

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- Das World-Title-Match zwischen Hangman Page und Bryan Danielson erfuhr seinen finalen Hype: Danielson besiegte den mit Page verbündeten, ebenfalls aus Long Island stammenden John Silver und verpasste ihm dann weitere Kopftritte. Page kam zu Hilfe, vertrieb den früheren Daniel Bryan von WWE und kündigte bittere Rache an. Das Duell zwischen Page und Danielson steigt kommende Woche bei der Spezialausgabe „Winter is coming“ - die auch deshalb zusätzliches Interesse weckt, weil es die erste Gelegenheit für einen Auftritt der Free Agents Kyle O‘Reilly und Johnny Gargano nach ihrem offenkundigen WWE-Abgang am Dienstag wäre.

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Die Ergebnisse von AEW Dynamite am 8. Dezember 2021:

Dynamite Diamond Battle Royal - Sieger: MJF und Dante Martin

The Jurassic Express & The Varsity Blonds besiegen 2point0 & The Acclaimed

The Young Bucks besiegen Chuck Taylor & Rocky Romero

Riho besiegt Jamie Hayter

Bryan Danielson besiegt John Silver

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