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"WWE hat ihn schon aufgegeben"

„WWE hat ihn schon aufgegeben“

Weniger als ein Jahr nach seinem großen Comeback wird Rusev beim Royal Rumble als Konanonenfutter für einen aufstrebenden Star dargestellt. Steckt der ehemalige Rivale John Cenas schon wieder in der Sackgasse?
Rusev wurde beim WWE Royal Rumble schnell eliminiert
Rusev wurde beim WWE Royal Rumble schnell eliminiert
© WWE
Weniger als ein Jahr nach seinem großen Comeback wird Rusev beim Royal Rumble als Konanonenfutter für einen aufstrebenden Star dargestellt. Steckt der ehemalige Rivale John Cenas schon wieder in der Sackgasse?

Vor zehn Monaten zelebrierte er das WWE-Comeback, das seine Karriere neu beleben sollte - ist er nun schon wieder in einer Sackgasse angekommen?

Weniger als ein Jahr nach seinem Aus bei Konkurrent AEW hat der ehemalige John-Cena- und Undertaker-Rivale Rusev ein ernüchterndes Wochenende hinter sich. Der 40-Jährige mutet wie der größte Verlierer des Traditionsevents Royal Rumble am Samstag an - was Fragen über seine Zukunftsperspektiven aufwirft.

WWE Royal Rumble: Rusev nur Kanonenfutter

Der „Bulgarian Brute“ wurde bei dem populären 30-Mann-Event in Riad als einer der glücklosesten Teilnehmer im Kampf um das begehrte Titelmatch beim Jahreshöhepunkt WrestleMania inszeniert: Nur 32 Sekunden hielt das Schwergewicht durch, ehe er von Shootingstar Oba Femi ausgeschaltet wurde - es war die zweitschnellste Eliminierung neben der von Bron Breakker zu Beginn des Matches (zehn Sekunden).

Während hinter dem schnellen Aus von Shootingstar Breakker allerdings eine Story steckt - der Sohn von Tag-Team-Legende Rick Steiner wurde von einem maskierten Unbekannten attackiert, bei dem es sich um den von ihm verratenen Ex-Mentor Seth Rollins zu handeln schien -, erschien Rusev schlicht als unterlegen.

„Er sah wie ein totaler Waschlappen aus“, befand der bekannte Wrestling-Reporter Bryan Alvarez in seinem Rumble-Podcast: „WWE hat ihn schon aufgegeben.“

Rusev erschien tatsächlich wie Kanonenfutter für Ex-Leichtathlet Femi, mit dem WWE offensichtlich viel vorhat: Beim Rumble schien Femi für ein WrestleMania-Match mit der lebenden Legende Brock Lesnar aufgebaut zu werden, mit dem er später die Klingen kreuzte. Rusev wirkte derweil wie ein Statist - ein schlechtes Zeichen, wenn man seine Vorgeschichte bedenkt.

WWE-Entlassung 2020 - auch bei AEW war er nicht lange glücklich

Zur Erinnerung: Der dreimalige US-Champion und einstige WrestleMania-Gegner John Cenas hatte schon 2020 einen Karriere-Bruch erlebt, als er der großen WWE-Entlassungswelle zu Beginn der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen war.

Rusev unterschrieb bei Konkurrent AEW, wo er unter dem neuen Namen Miro vielversprechend loslegte und mit einer Regentschaft als TNT-Champion in etwa auf dem gleichen Level agierte, das er zu seinen besten WWE-Zeiten innehatte.

Danach wurde Miro in einem Zeitraum von mehr als drei Jahren allerdings nur noch in elf Matches für die Promotion von Tony Khan eingesetzt - im Jahr 2024 sogar nicht mehr. Über die Gründe konnte lange nur spekuliert werden, es schien hinter den Kulissen einen Bruch gegeben zu haben. Entsprechende Gerüchte wurden in jedem Fall durch diverse unzufrieden klingende Wortmeldungen des damaligen Miro genährt.

Ist Rusev bei WWE schon durchs Raster gefallen?

Im Februar 2025 vollzog AEW schließlich die Trennung - parallel zu der des ebenfalls unzufriedenen und lange nicht eingesetzten Ricky Starks (jetzt: Ricky Saints) und dem Abgang von Malakai Black (Aleister Black).

Alle drei haben mittlerweile wie erwartet bei WWE angeheuert - mit unterschiedlichem Erfolg: Saints wirkt als amtierender Champion des Aufbaukaders NXT auf gutem Weg. Der Niederländer Black verlor bei der Hauptshow SmackDown zuletzt eine Fehde mit dem ehemaligen World Champion Damian Priest und pausiert seitdem.

Rusev feierte sein Comeback bei der ersten Ausgabe der TV-Show Monday Night RAW nach der Megashow WrestleMania und gewann im vergangenen Sommer eine Fehde mit Ex-WWE-Champion Sheamus. Seitdem war er aber bei keiner Großveranstaltung mehr zu sehen. Auch im TV trat er in den vergangenen beiden Monaten nur bei der Ergänzungsshow mit dem irreführenden Titel Main Event auf. Der Eindruck, dass Rusev im vollgepackten WWE-Kader aktuell durchs Raster gefallen ist, drängt sich mehr und mehr auf - es bleibt abzuwarten, ob er ihn noch korrigieren kann.