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Bernard Hinault war der letzte französische Tour-Sieger. Seitdem wartet die Grande Nation sehnsüchtig auf einen Nachfolger. Dieses Jahr könnte es soweit sein.

Die Autogrammjäger standen aufgeregt Schlange, Kinderaugen begannen beim Anblick ihrer Helden zu leuchten: Der Hype um die französischen Radprofis Julian Alaphilippe und Thibaut Pinot hat Frankreich fest im Griff. Am zweiten Ruhetag der 106. Tour de France belagerten zahlreichen Fans die Teamhotels in Nimes. Die Hoffnung auf den ersten Heimsieg seit Bernard Hinault im Jahr 1985 ist groß.

Alaphilippe war am Montag der wohl gefragteste Fahrer der gesamten Tour. Der 27-Jährige trägt vor der Schlusswoche das Gelbe Trikot (SERVICE: Die Gesamtwertung der Tour im SPORT1-Datencenter) und hat dank zwei Etappensiegen und einer leidenschaftlichen Fahrweise die Sympathien seiner Landsleute sicher.

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Alaphilippe will nicht träumen

"Ich bin mit dem Erreichten sehr zufrieden. Je mehr wir uns Paris nähern, desto spezieller wird es", sagte Alaphilippe, der eigentlich im Klassikerterrain zu den Stärksten zählt und entgegen der Erwartungen das Maillot jaune in Richtung Alpen trägt: "Ich schaue von Tag zu Tag. Ich bin realistisch, will nicht träumen, aber ich versuche mein Bestes."

Hoch im Kurs steht auch Pinot. Der 29-Jährige vom Team Groupama-FDJ siegte am Samstag am Tourmalet und machte am Sonntag weitere Zeit auf die Rivalen gut. Mit 1:50 Minuten Rückstand auf Alaphilippe ist er Vierter in der Gesamtwertung.

Buchmann sieht Pinot als stärksten Fahrer

Trotz seiner starken Auftritte in den Pyrenäen sehe er sich nicht als Favoriten auf den Gesamtsieg. "Davon bin ich noch weit entfernt, das wird sich erst in den letzten Tagen der Tour entscheiden", sagte Pinot. Die Konkurrenten seien alle noch eng beisammen.

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Der sechstplatzierte deutschen Hoffnungsträger Emanuel Buchmann (Ravensburg) sieht das anders. Für den 26-Jährigen vom Team Bora-hansgrohe ist Pinot derzeit der "stärkste" im Feld: "Für mich ist er der Favorit." Doch auch Alaphilippe traut Buchmann den großen Wurf zu: "Mich würde es nicht überraschen, wenn er auch in Paris ganz oben stehen würde."

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