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Boris Becker klagt in der ersten Ausgabe seines neuen Podcasts über den Umgang der Medien mit seiner Person. Er erklärt zudem, wofür er Steffi Graf nicht beneidet.

Boris Becker ist mit den Medien hart ins Gericht gegangen. In der ersten von fünf geplanten Ausgaben seines neuen Podcasts "Boris Becker – der fünfte Satz" erklärte das deutsche Tennis-Idol, nicht immer fair behandelt worden zu sein.

"Ich akzeptiere, dass jeder eine Meinung zu mir hat. Aber es ist schon befremdlich, dass fremde Menschen über mich urteilen oder mich verurteilen. Deswegen ist die Verantwortung der deutschen Medien so wichtig. Und da wird nicht immer fair und inhaltlich richtig mit mir umgegangen", sagte der 53-Jährige.

Nach seiner sportlichen Ausnahmekarriere geriet Becker immer wieder negativ in die Schlagzeilen, sei es wegen des jüngsten Insolvenzverfahrens, Scheidungen oder Steuerhinterziehung.

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Becker spricht von "Rufmord"

Grundsätzlich befürworte er die Pressefreiheit, betonte Becker, einen Missbrauch dieser verurteile er aber: "Da geht's um Rufmord, um Beschädigung meines Namens."

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Deshalb nimmt sich der dreimalige Wimbledonsieger vor: "Aus mir wird irgendwann eine nicht-öffentliche Person. Ich weiß einfach nicht wann. Aber sicher nicht erst in 25 Jahren. Irgendwann ziehe ich den Stecker."

Becker, der Ende des Jahres als Head of Tennis beim DTB aufhört, will jedoch nicht den Weg einer Steffi Graf gehen, die sich mit ihrem Ehemann Andre Agassi in Las Vegas niedergelassen hat.

"Da bleibe ich lieber bekannt", stellte Becker klar. Daraufhin erzählte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger über Graf: "Sie ist immer noch die beste Tennis-Spielerin aller Zeiten. Aber sie wurde von ihrem Vater geschützt für die Steuerhinterziehung", sagte Becker und fügte hinzu: "Er ist für sie dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Sie hat Deutschland den Rücken gekehrt. Man kann auch sagen, sie ist geflüchtet. Aus ihrer Sicht hat sie alles richtig gemacht."

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