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Alexander Zverev hat das ATP-Finale in Madrid für sich entschieden
Alexander Zverev hat das ATP-Finale in Madrid für sich entschieden © Getty Images
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Zweiter Turniersieg in Folge für Alexander Zverev. Im Finale von Madrid setzt er sich gegen Dominic Thiem durch und bringt sich für die French Open in Stellung.

Auf München folgte Madrid: Nach dem souveränen Heimsieg bei den BMW Open hat Alexander Zverev auch beim hochklassig besetzten Masters im "Zauberwürfel" der spanischen Hauptstadt triumphiert. Im Finale setzte sich der gebürtige Hamburger gegen den Österreicher Dominic Thiem nach 1:18 Stunden 6:4, 6:4 durch und feierte den achten Turniersieg seiner Karriere. Zwei Wochen vor Beginn der French Open in Paris ist Zverev bereits in Bestform.

Zverev ohne Satzverlust

Es sei eine der besten Tenniswochen seines Lebens gewesen, sagte Zverev nach dem Matchball: "Das ist unglaublich, ich bin unfassbar glücklich. Ich habe sehr gut aufgeschlagen und sicher von der Grundlinie gespielt. Der Sieg in München hat mir viel Selbstvertrauen gegeben."

Keinen einzigen Satz gab der 21-Jährige im Turnierverlauf ab und beeindruckte damit auch Boris Becker. Die deutsche Tennisikone verfolgte das Finale auf der VIP-Tribüne der "Caja Magica", an Beckers Seite saß sein früherer Manager Ion Tiriac, der millionenschwere Rumäne fungiert in Madrid als Turnierdirektor. Beide sahen einen unerwartet deutlichen Sieg der deutschen Nummer eins.

Zverev immer besser in Form

Thiem hatte im Viertelfinale überraschend die Siegesserie des Spaniers Rafael Nadal auf Sand beendet und den Sandplatzkönig damit vom Thron gestürzt. Trotz seiner Turnierpause übernimmt der Schweizer Roger Federer ab Montag wieder die Führung in der Weltrangliste. Hinter den beiden Superstars folgt Zverev, der Platz drei dank der 1000 Punkte von Madrid festigte.

Nach seinem holprigen Saisonstart spielt Zverev längst wieder mit im Konzert der Großen. Anfang April hatte er in Miami das dritte Mastersfinale seiner jungen Karriere erreicht, in Madrid gewann er nach seinen Erfolgen in Rom und Montreal 2017 den dritten Titel der prestigeträchtigen Turnierserie. Mit einem Scheck über 1,19 Millionen Euro reist Zverev weiter ins Foro Italico, wo er in der Ewigen Stadt als Titelverteidiger an den Start geht.

Negative Bilanz gegen Thiem

Neun Matches in Serie hat er mittlerweile gewonnen, nur in der ersten Runde von München kam er dabei in Bedrängnis. Gegen seinen Kumpel Thiem (24), der nicht erst seit seinem Sieg über Nadal zu den Ausnahmeerscheinungen auf Sand gehört, hatte Zverev zuvor in fünf Vergleichen nur einmal gewonnen. An diesem Abend in Madrid drehten sich die Machtverhältnisse jedoch.

Nicht einen Breakball ließ Zverev zu und nutzte seine Chancen eiskalt. Jeweils zu Beginn beider Sätze nahm er Thiem dessen Aufschlag ab. Bereits in den Runden zuvor hatte Zverev überzeugt: Im Viertelfinale revanchierte er sich am amerikanischen Aufschlagriesen John Isner für die Finalniederlage von Miami, im Halbfinale am Samstag ließ er dem kanadischen Shootingstar Denis Shapovalov (19) kaum eine Chance.

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