vergrößernverkleinern
Ivan Lendl gehört seit August 2018 zum Trainerteam von Alexander Zverev
Ivan Lendl (l.) gehört seit August 2018 zum Trainerteam von Alexander Zverev © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Alexander Zverev startet in Stuttgart in die Rasensaison. Wieder vereint mit Trainer Ivan Lendl nimmt der Weltranglistenfünfte Anlauf auf Wimbledon.

Die staubigen Sandplätze hat Alexander Zverev hinter sich gelassen - und damit auch die Enttäuschungen und Rückschläge der vergangenen Monate.

Das saftige Grün der Rasensaison birgt Hoffnung auf Besserung, die Wiedervereinigung mit Coach Ivan Lendl die Erinnerung an den bislang größten Triumph in der Karriere des 22 Jahre alten Jungstars.

"Ich habe ihn länger nicht gesehen, aber wir werden hart und spezifisch arbeiten", kündigte Zverev vor seinem Auftakt beim ATP-Turnier in Stuttgart (alle Spiele im LIVETICKER) an.

Anzeige

Lendl nach Allergie-Problemen zurück

Lendl hatte die Sandplatzsaison in Europa wegen einer Allergie ausgelassen, Zverev musste sich alleine durchschlagen; erst in den letzten Wochen in Genf und Paris annähernd zur eigenen Zufriedenheit.

Der Grand-Slam-Durchbruch lässt zwar weiter auf sich warten, doch immerhin zeigt die Formkurve nach oben. In Stuttgart, Halle/Westfalen und Wimbledon soll es weiter aufwärts gehen.

Ivan Lendl beobachtet Alexander Zverev beim Doppel in Stuttgart genau
Ivan Lendl (r.) beobachtet Alexander Zverev beim Doppel in Stuttgart genau © Kai Hartwig

Die Arbeit mit Ex-Profi Lendl, an dessen Seite Zverev im November 2018 ATP-Champion geworden war, soll dafür das fehlende Puzzleteil sein.

"Er kann mir sicher auch sagen, was man lieber nicht machen sollte", scherzte Zverev, nachdem er auf Lendls vermeintliche Abneigung gegen Rasen angesprochen worden war.

Zverev verzichtet auf Pause

Der achtmalige Grand-Slam-Champion stand zwar zweimal in Wimbledon im Finale (1986, 1987), zum Titel im Tennis-Mekka an der Londoner Church Road reichte es jedoch nie.

Sein Schützling soll es nun besser machen, trotz aller Schwierigkeiten in den vergangenen Monaten. Die langwierige Trennung von Manager Patricio Apey und das Beziehungsende mit seiner Freundin haben Zverev zuletzt viel Energie gekostet, nun könne er sich aber wieder voll auf Tennis konzentrieren.

Meistgelesene Artikel

Zverev "mache alles", um in Form zu kommen - dafür verzichtete der gebürtige Hamburger auch auf eine kurze Verschnaufpause nach seinem Viertelfinal-Aus bei den French Open.

"Ich fühle mich physisch relativ wohl. In den vergangenen Wochen ist meine Leistung eher gestiegen", erklärte Zverev. Außerdem sei es für den Wahl-Monegassen "mental immer erfrischend, in Deutschland zu sein".

Alexander Zverev zum Auftakt gegen Brown

Am Weissenhof schlägt Zverev nach seiner "Last-Minute-Wildcard" zum dritten Mal auf, zuletzt war er 2015 im Achtelfinale gescheitert. Nach einem Freilos in der ersten Runde bekommt es der topgesetzte Zverev am Donnerstag in einem deutschen Duell mit Qualifikant Dustin Brown zu tun. (ATP-Turnier in Stuttgart: Alexander Zverev - Dustin Brown am Donnerstag ab 11 Uhr im LIVETICKER)

"Dustin ist einer der gefährlichsten Spieler auf Rasen", sagte Zverev: "Vor allem, wenn man vorher selbst noch kein Match gespielt hat."

Der Weltranglistenfünfte weiß: "Gras ist ein sehr spezieller Belag. Es ist nicht so, dass man drei oder vier Trainingseinheiten macht, und dann passt das."

Auch Lendl wird keine Wunderdinge vollbringen, ein Grund zur Hoffnung ist seine Rückkehr ins Team Zverev jedoch allemal.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image