Triumph in Paris: Nadal fegt Thiem weg
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Rafael Nadal dominiert das Endspiel in Paris nach Belieben. Nicht mal eine Schrecksekunde kann ihn gegen Dominic Thiem vom Erfolg abbringen.

Rafael Nadal bleibt unumstrittener Sandplatz-König. 

Mit ausgestreckten Armen stand Rafael Nadal auf dem Centre-Court von Paris, der Dominator genoss in stiller Siegerpose seinen nächsten großen Triumph.

Etwa eine Stunde lang hatte der Österreicher Dominic Thiem im Finale der French Open mutig versucht, am Thron des Sandplatzkönigs zu rütteln. Doch Nadal hielt dem Druck des Herausforderers eindrucksvoll stand - und feierte durch ein 6:4, 6:3, 6:2 nach 2:42 Stunden souverän seinen elften Titel in Roland Garros.

Mit der Wiederholung seines Triumphs aus dem Vorjahr baut der Spanier auch weiter an seinem eigenen Denkmal.

Nadal holt 17. Grand-Slam-Titel

Insgesamt ist es Nadals 17. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier, zudem verteidigte er die Führung in der Weltrangliste. 

"Es ist unglaublich, ich bin sehr zufrieden heute. Es war ein großartiges Match", sagte Nadal. "Dominic ist ein fantastischer Herausforderer. Ich bin sehr sicher, dass er in den nächsten Jahren noch öfter hier stehen wird."

Nadal verbesserte seine einzigartige Bilanz in Roland Garros. Bei seinem Lieblingsturnier steht er nun bei 86:2 Siegen, 2016 hatte er vor seinem Drittrundenmatch aufgrund einer Verletzung zurückgezogen.

Thiem versagen die Nerven

Elf Titel bei demselben Grand-Slam-Event hat außer Nadal nur die Australierin Margaret Court geschafft, die zwischen 1960 und 1973 elfmal bei den Australian Open triumphierte.

Durch den Triumph hat der Spanier jetzt insgesamt mehr als 100 Millionen Euro Preisgeld erspielt.

Finalgegner Thiem verpasste derweil die Chance, als zweiter Österreicher nach Thomas Muster 1995 ebenfalls in Paris einen Major-Titel zu gewinnen.

Nachdem er 2016 und 2017 bereits im Halbfinale von Roland Garros gestanden hatte, verbuchte er allerdings dennoch sein bislang bestes Ergebnis bei einem der vier wichtigsten Turniere des Tennis-Jahres. 

Thiem hatte Nadal besonders im ersten Satz einen großen Kampf geliefert. Als der völlig ausgeglichene erste Satz nach 58 Minuten in die entscheidende Phase ging, versagten Thiem die Nerven.

Beim Stand von 4:5 unterliefen dem 24-Jährigen vier einfache Fehler in Serie. Die Erfahrung aus elf Finalteilnahmen in Roland Garros bei Nadal gegenüber der Endspiel-Premiere des Österreichers, machte sich bemerkbar.

Der Regent hatte den ersten Angriff mit Bravour abgewehrt.

Nadal übersteht Schrecksekunde

Diesen Schwung nahm Nadal in der Folge mit in den zweiten Satz, marschierte nach einem frühen Break zum letztlich ungefährdeten Erfolg.

Im dritten Satz bot sich ein ähnliches Bild. Auch wenn nun erstmals laute "Dominic"-Rufe durchs Stadion hallten, schaffte es Thiem nur noch selten, Nadal bei dessen Aufschlag in Bedrängnis zu bringen.

Auch eine plötzlich auftretende Verkrampfung der linken Schlaghand hielt diesen am Ende nicht mehr auf. "Ich hatte etwas Angst", gestand Nadal später.

Für Nadal endet damit ein weiteres fast perfektes Turnier in Paris. Lediglich im Viertelfinale gegen den Argentinier Diego Schwartzman (Nr. 11) hatte er zum ersten Mal seit drei Jahren wieder einen Satz abgegeben.

Gegen Thiem, der auf seinem Weg ins Endspiel unter anderem im Viertelfinale den von einer Oberschenkel-Verletzung beeinträchtigen deutschen Hoffnungsträger Alexander Zverev ausgeschaltet hatte, hat er nun sieben von insgesamt zehn Duellen gewonnen.

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