Mythos Wimbledon: Die wichtigsten Fakten
teilenE-MailKommentare

Jan-Lennard Struff dreht in Wimbledon zum zweiten Mal in Folge einen 0:2-Satzrückstand. Auch 61 Asse helfen seinem Gegner nicht. Jetzt wartet Roger Federer.

Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff hat sich mit einem weiteren Marathon-Sieg in Wimbledon ein Duell mit Superstar Roger Federer verdient.

Der Warsteiner gewann am Mittwoch einen Krimi über 3:55 Stunden gegen den kroatischen Aufschlaghünen Ivo Karlovic 6:7 (5:7), 3:6, 7:6 (7:4) 7:6 (7:4), 13:11. Bei seiner 20. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier steht der 28-Jährige damit erstmals in der dritten Runde.

Struff hatte gegen den 39-jährigen Karlovic gut begonnen und erarbeitete sich im ersten Satz gleich fünf Breakbälle. Doch der gewaltige Aufschläger Karlovic, der im gesamten Spiel letztlich 61 Asse und damit 30 mehr als der Deutsche schlug, bewies Nervenstärke.

Anschließend entwickelte sich ein großer Kampf, bei dem Karlovic im zweiten Satz zunächst das erste Break des Tages glückte, Struff aber mit dem zweiten letztlich das bessere Ende für sich hatte.

Drittes Duell mit Federer

"Ich hätte noch weiter spielen können. Körperlich ging es mir gut", meinte Struff anschließend mit einem Augenzwinkern.

Der 28-Jährige freut sich nun auf "eines der größten Matches" seiner Karriere gegen "den größten Tennisspieler aller Zeiten" - den Titelverteidiger Federer, der zuvor den Slowaken Lukas Lacko, in der Vorwoche Finalist beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne, klar mit 6:4, 6:4, 6:1 geschlagen hatte.

Zuletzt hatte er dem Schweizer bei den Australian Open im Januar gegenübergestanden und dabei ebenso klar verloren wie bei der ersten Begegnung beim Rasen-Turnier in Halle/Westfalen zwei Jahre zuvor.

 "Ich werde mir einen Plan zurecht legen", kündigte Struff dennoch kämpferisch an.

Struff ist der erste Deutsche in Runde drei. Am Abend bestreitet außerdem noch Philipp Kohlschreiber (Augsburg) sein zweites Match, Topspieler Alexander Zverev (Hamburg/Nr. 4) ist erst am Donnerstag im Einsatz.

Die fünf weiteren deutschen Starter waren jeweils an ihrer Erstrundenaufgabe gescheitert.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image