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Kevin Krawietz (l.) und Andreas Mies konnten ihren Triumph gar nicht fassen
Kevin Krawietz (l.) und Andreas Mies konnten ihren Triumph gar nicht fassen © Imago
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Kevin Krawietz und Andreas Mies schreiben bei den French Open Geschichte. Dem Triumph in Paris folgt eine wilde Partynacht des deutschen Doppels.

Kevin Krawietz und Andreas Mies haben am Samstag in Paris bei den French Open Geschichte geschrieben.

Sie sind das erste deutsche Doppel seit 82 Jahren, das sich in die Siegerliste eines Grand-Slam-Turniers eintragen konnte. Den großen Triumph haben die Doppel-Helden ausgelassen gefeiert. "Um 6 Uhr lag ich im Bett. Aber ich wollte gar nicht schlafen. Ich hatte Sorge, dass alles nur ein Traum war, wenn ich aufwache. Ich wollte, dass der Tag nie aufhört. Aber am morgen habe ich realisiert, dass das wirklich wahr ist", verriet Mies im Gespräch mit der Bild.

Nach den offiziellen Feierlichkeiten in Roland Garros ging es in die Pariser Innenstadt. "Da gibt es eine Insel in einem Teich, da fährt man zwei Minuten in Zwei-Mann-Booten rüber", erklärte der Kölner.

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Krawietz und Mies feiern mit Familie und Freunden

Mit Freunden und Familie sei man in einem französischen Restaurant eingekehrt. Statt nationaler Spezialitäten kamen Steak, Kartoffeln und Risotto auf den Tisch. "Wir haben schon auf dem Platz die Baguettes vernascht und hatten nun Lust auf was anderes", spielte der 28-Jährige scherzhaft auf die französischen Finalgegner Jeremy Chardy und Fabrice Martin an, mit denen die Deutschen aber eine Freundschaft hegen.

Mies erzählte weiter: "Bier, Wein, Cocktails, alles durcheinander. Ich trinke eigentlich nie Alkohol." Aber er habe immer gesagt: wenn er mit Kevin so etwas Großes gewinnt, stoßen sie an. "Dann ist es tatsächlich eskaliert und ich bin übers Ziel hinaus geschossen", so Mies. In einem Pariser Nachtclub sei die Feier weitergegangen und selbst am nächsten Tag wurden die Jubel-Gesänge nicht weniger.

Bereits nach der Partie hatte das deutsche Sensations-Doppel eine große Party angekündigt und sich mit einem Versprechen verabschiedet: "... und dann reißen wir heute Abend noch den Eiffelturm ab." Daraus wurde dann aber doch nichts. "Wir haben es nicht geschafft, wie geplant den Eiffelturm abzureißen. Dabei waren wir über 50 Mann. Da haben wir uns leider übernommen und mussten kleinere Brötchen backen", sagte Mies.

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Deutsche Doppel-Helden starten in Halle

Neben Familie und Freunden gratulierten Fans aus der Heimat dem Duo. Aber schon nach dem Halbfinale gingen zahlreiche Gratulations-Nachrichten ein. "Die letzten Tage hatte ich viele Ticket-Anfragen. Jemand schrieb: 'Ich will ein Ticket von dir – aber auch ein Kind.' Da musste ich schon sehr lachen."

Das Gefühl, Grand-Slam-Sieger zu sein, sei unbeschreiblich schön und erfülle ihn mit Stolz und Freude, berichtete Mies. "Es gibt uns einen riesigen Push und Motivation für die Zukunft."

Am Samstag geht es für das deutsche Doppel bereits in Halle/Westfalen weiter. Davor wolle sich der Tennisprofi das Finale noch einmal in voller Länge ansehen. "Aber den Matchball habe ich schon einige Male gesehen. Ich bekam viele Videos von Freunden. Ich kann ihn nicht oft genug sehen."  (Das Finale zum Nachlesen im LIVETICKER)

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Nach dem French-Open-Triumph kam auch direkt eine Anfrage aus Stuttgart, wo am Montag der Mercedes-Cup begonnen hat. Aber das "wäre zu viel gewesen. Wir brauchen ein paar Tage Ruhe. Erstmal den Schläger beiseite legen und alles sacken lassen." Auch Hamburg soll interessiert sein, allerdings hätten die Beiden mit den Veranstaltern noch nicht konkret gesprochen, erklärte Mies. 

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