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Alexander Zverev muss schon in der 1. Runde von Wimbledon die Segel streichen. Die deutsche Nummer eins blamiert sich gegen einen Tschechen.

Alexander Zverev schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf, packte dann schnell seine Tasche und verließ eilig den Schauplatz seiner nächsten herben Grand-Slam-Enttäuschung.

Der 22-Jährige hat in Wimbledon eine krachende Erstrundenpleite kassiert und damit ein denkwürdiges deutsches Debakel besiegelt. An einem "schwarzen Montag" im Rasen-Mekka von London schieden alle sieben zum Auftakt geforderten Deutschen in der ersten Runde aus - inklusive des großen Hoffnungsträgers. (Wimbledon-Spielplan der Herren und Damen 2019)

Zverev verlor auf dem Court Nr. 1 gegen den Tschechen Jiri Vesely 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 und kassierte damit erstmals seit den French Open 2017 wieder eine Auftaktniederlage bei einem Grand-Slam-Turnier.

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"Das war ein typisches Grand-Slam-Match für mich. Ich bin gut gestartet, dann gehen zwei, drei Dinge schief und irgendwie fällt alles auseinander", sagte Zverev hinterher: "Mein Selbstvertrauen ist gerade weniger als Null."

Zverev macht Ex-Manager Vorwürfe

Zudem deutete Zverev anschließend an, durch den schwelenden Rechtsstreit mit Ex-Manager Patricio Apey persönlich extrem belastet zu sein. "Die letzten zwei Tage waren sehr hart für mich. Was gerade los ist, ist abartig", sagte er: "Ich darf nichts Offizielles sagen. Es tut mir weh. Ich dachte wir sind Freunde."

Bei Sky ergänzte er: "Zwei Tage vor dem Turnier gibt es tausende Dinge, die ich machen muss. Er macht das extra, um mich runterzubringen."

Auf seinen Durchbruch auf Major-Ebene muss der Weltranglistenfünfte damit auch nach seinem 17. Anlauf weiter warten. Stattdessen reihte er sich ein in die außergewöhnliche deutsche Niederlagenserie zum Beginn des Major-Highlights. Zuvor hatten alle anderen sechs Deutschen ebenfalls die Segel streichen müssen.

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Einbruch nach gutem Start

Zverev hatte anfangs noch auf Kurs gelegen und sich im ersten Satz vor allem auf seinen starken Aufschlag verlassen können. Er schlug neun Asse, gewann 95 Prozent seiner Punkte nach dem ersten Aufschlag und ließ keinen einzigen Breakball zu.

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Selbst nutzte er beim Stand von 5:4 seine erste Chance, um dem ebenfalls gut servierenden Vesely dessen Aufschlag abzunehmen.

Zverev legt Bauchlandung hin

Doch im zweiten Durchgang kippte das Match. Vesely, der in Wimbledon bereits zweimal im Achtelfinale gestanden hatte, schaffte beim Stand von 3:3 sein erstes Break und marschierte anschließend zum Satzausgleich. Auch im dritten Durchgang führte er früh mit 3:0 und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. "Ich habe ein unglaubliches Match gespielt, von vorne bis hinten", sagte Vesely anschließend.

Zverev beklagte sich derweil beim Schiedsrichter über eine vermeintliche Fehlentscheidung, rutschte nach einem Lob aus und legte dabei symbolträchtige eine Bauchlandung hin. In der Box verfolgte Trainer Ivan Lendl das Geschehen gewohnt stoisch - und letztlich gewohnt hilflos. Nach 2:31 Stunden beendete Vesely das Match.

Eine Deutsche sicher in Runde zwei

Am Ende gehörte Zverev einmal mehr zu den Geschlagenen. Philipp Kohlschreiber hatte zuvor trotz tapferer Gegenwehr gegen Titelverteidiger Novak Djokovic 3:6, 5:7, 3:6 verloren.

Auch für Zverevs Bruder Mischa, Peter Gojowczyk, Cedrik-Marcel Stebe sowie bei den Frauen Mona Barthel und Anna-Lena Friedsam war bereits Runde eins Endstation. Nicht einmal einen Satzgewinn hatte das deutsche Sextett dabei feiern können.

Am Dienstag stehen sechs weitere Partien mit deutscher Beteiligung auf dem Plan. Das Gute dabei: Weil Titelverteidigerin Angelique Kerber in ihrem Auftaktmatch (14.00 Uhr MESZ) auf ihre Fed-Cup-Kollegin Tatjana Maria trifft, ist mindestens ein deutscher Sieg garantiert.

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