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Angelique Kerber steht beim WTA-Turnier in Sydney im Viertelfinale
Angelique Kerber steht beim WTA-Turnier in Sydney im Viertelfinale © Getty Images
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Angelique Kerber dreht beim WTA-Turnier in Sydney ihre Partie gegen Venus Williams und siegt. Die ehemalige Nummer 1 geht voller Hoffnung in das neue Jahr.

Angelique Kerber hat das Lachen wiedergefunden. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht freute sie sich nach dem verwandelten Matchball gegen Altmeisterin Venus Williams (USA) über ihren sechsten Sieg im Jahr 2018 und blickte voller Vorfreude auf die anstehenden Australian Open (15. bis 28. Januar). 

"Ich fühle mich richtig gut. Ich sage Tschüss zu 2017 und bin froh, dass das neue Jahr begonnen hat", sagte die  frühere Tennis-Weltranglistenerste nach ihrem 5:7, 6:3, 6:1-Sieg im Achtelfinale des WTA-Turniers von Sydney und der Fortsetzung ihrer Siegesserie.

Kerber kaum wiederzuerkennen

Kerber ist im Vergleich zu ihrer desaströsen letzten Saison kaum wiederzuerkennen. In der Runde der letzten Acht trifft sie auf die Slowakin Dominika Cibulkova. Und noch immer ist sie 2018 ungeschlagen.

In den letzten zwölf Monaten sah das noch ganz anders aus. Die Kielerin blieb im gesamten Jahr 2017 ohne Titelgewinn, schied bei den French Open und den US Open sang- und klanglos in der ersten Runde aus und stürzte von Platz eins auf Rang 22 der Weltrangliste ab. 2016 hatte Kerber noch die Australian Open sowie die US Open gewonnen und bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Silbermedaille geholt.

Gegen Williams kam Kerber am Dienstag zunächst gut ins Spiel, ging mit einem Break in Führung, vergab aber beim Stand von 5:4 zwei Satzbälle und verlor aufgrund vieler leichter Fehler noch den Satz. Kerber berappelte sich wieder, spielte aktiver und gewann den zweiten Durchgang nach drei Breaks 6:3. Nach 1:52 Stunden verwandelte sie um 23.48 Uhr Ortszeit ihren fünften Matchball. "Es ist gut, dass ich viele Spiele vor Melbourne habe", sagte sie, "auch knappe Spiele."

Kerber mit neuer Stärke

Für Kerber war es im zweiten Spiel in Sydney der zweite Dreisatzerfolg. In der ersten Runde gegen die Tschechin Lucie Safarova hatte sie im Tiebreak des zweiten Satzes sogar zwei Matchbälle abgewehrt. Gegen Williams schien Kerber nach dem verlorenen ersten Durchgang ein Rückschlag zu drohen. "Es geht einfach nichts", sagte sie ihrem neuen Trainer Wim Fissette in der Satzpause verzweifelt.

Doch Kerber gab sich im Gegensatz zu vielen Partien des vergangenen Jahres nicht auf und biss sich in das Match. Ab dem 3:3 im zweiten Satz gewann sie gegen die immer müder werdende Williams acht Spiele in Folge.

Mit neuem Coach zum Erfolg

Nun zahlt sich anscheinend aus, dass Kerber nach der letzten Saison mutig genug war, neue Wege zu gehen. Im November trennte sie sich von ihrem langjährigen Erfolgscoach Torben Beltz und baute um Fissette ein neues Team auf. Gemeinsam mit Alexander Zverev nahm sie erstmals am Hopman Cup teil und sammelte dort mit starken Leistungen Selbstvertrauen.  

Beim Mixed-Turnier in Perth blieb Kerber in der vergangenen Woche in allen vier Einzeln ohne Satzverlust. "Es war wirklich wichtig für mich zu sehen, dass mein Herz wieder auf dem Platz ist", sagte Kerber in einem WTA-Podcast im Rückblick auf die vergangene Woche in Perth.

Mit diesem Herz, dem Rückenwind aus den letzten Matches und der neu gewonnenen Zuversicht soll es für Kerber zurück in die Top Ten gehen. Aber zunächst stehen in Melbourne die Australian Open an. Im vergangenen Jahr war dort schon im Achtelfinale Schluss. Auch das soll in diesem Jahr besser werden.

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