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Dimitrij Ovtcharov ist im Halbfinale der German Open ausgeschieden
Dimitrij Ovtcharov ist im Halbfinale der German Open ausgeschieden © Getty Images
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Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov verpasst bei den German Open nach einer Aufholjagd zwar das Finale, dennoch gibt es für den 31-Jährigen Grund zur Freude.

Ex-Weltcupsieger Dimitrij Ovtcharov hat bei den German Open durch seine Halbfinal-Teilnahme die Hackordnung im deutschen Tischtennis voraussichtlich wieder neu sortiert und Rekordeuropameister Timo Boll als Nummer eins abgelöst.

Der frühere Europameister steht nach seinem 4:3-Coup im Viertelfinale gegen den chinesischen Weltranglistenersten Fan Zhendong im kommenden Ranking vorbehaltlich letzter Berechnungen des Weltverbandes ITTF erstmals seit mehr als eineinhalb Jahren wieder vor Boll.

Zwar schied der Aufschlag-Virtuose im Semifinale gegen Chinas Olympiasieger und Weltmeister Ma Long mit 2:4 aus, doch dürfte Ovtcharov genug Punkte für einen abermaligen Wachwechsel gesammelt haben. Boll hingegen könnte aufgrund seines Achtelfinal-Aus in Magdeburg gegen Fan sogar erstmals seit 2017 wieder aus den Top 10 rutschen.

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Ovtcharov trotz Aus zufrieden

"Endlich konnte ich mein Trainingsniveau auch einmal wieder im Spiel zeigen. Anstatt mal nur gut zu spielen und knapp zu verlieren, habe ich die Nummer eins der Welt besiegt. Das ist ein Ausrufezeichen", sagte Ovtcharov.

Die geplatzten Hoffnungen auf den vierten Triumph beim "Heimspiel" durch den K.o. gegen den Weltranglistendritten Ma änderten rund zwei Monate vor der Team-WM im südkoreanischen Busan (22. bis 29. März) am Gesamtfazit des 31-Jährigen, der im Computer seit Januar 2019 nicht mehr zu den besten Zehn gehört, wenig: "Das war mein bestes Turnier seit langer Zeit."

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Ovtcharov war als Nummer elf der Welt mit 400 Punkten Rückstand auf Boll nach Magdeburg gekommen. Durch den Erfolg gegen Vorjahressieger Fan, bei dem "Dima" ein 1:3 aufgeholt und drei Matchbälle abgewehrt hatte, holte der ehemalige Europameister 565 Zähler mehr als sein nationaler Rivale. 

Lage für Boll verschlechtert

Zuletzt war Ovtcharov im Juni 2018 in der Weltrangliste kurz nach seinem ersten Sprung an die Spitze als Nummer drei unmittelbar vor Boll eingestuft. Gut ein Jahr nach seiner Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London hatte Ovtcharov seinen Nationalteamkollegen erstmals im Computer überholen können. 

Für Boll hingegen, der die Weltrangliste insgesamt sogar viermal anführte, ist die Ausgangslage für eine gute Setzung beim Olympia-Turnier in Tokio zur Vermeidung eines frühen Duells vor allem mit einem Spieler aus Chinas Weltmeister-Team durch Magdeburg nicht besser geworden.

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Neben Ovtcharov gewannen an der Elbe für die Gastgeber auch die WM-Dritten Patrick Franziska/Petrissa Solja (Saarbrücken/Langstadt) im olympischen Mixed und das Damen-Doppel Solja/Nina Mittelham (Berlin) Bronze. Im Damen-Einzel war Solja als beste Deutsche bis ins Achtelfinale gekommen.

Rekordsieger Ma stand im Finale gegen seinen Landsmann und Weltranglistenzweiten Xu Xin auf verlorenem Posten und ging als 0:4-Verlierer von der Platte. Durch den Damen-Erfolg von Cheng Meng feierten die Asse aus dem Reich der Mitte an der Elbe einen Doppelsieg in den Einzeln.

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