Auba-Transfer? Wenger rudert zurück
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Borussia Dortmund lehnt zwei Offerten des FC Arsenal für Pierre-Emerick Aubameyang ab. Der Deal hakt aber nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.

Der Poker um die Zukunft von Pierre-Emerick Aubameyang wird zur Hängepartie. Noch ist unklar, ob der Wechsel des Stürmers von Borussia Dortmund zum FC Arsenal vor dem Ablauf der Transferperiode über die Bühne geht.

SPORT1 erklärt, woran der Deal noch hakt:

Eine Frage des Geldes

Aubameyang selbst ist mit den Gunners einig. Dem Gabuner winkt in der englischen Hauptstadt ein kolportiertes Jahresgehalt von 26 Millionen Euro. Das ist doppelt so viel wie er beim BVB verdient.

Das Hauptproblem liegt bei der Ablösesumme. Dortmund und Arsenal sind noch weit von einer Einigung entfernt. Die zwei bisherigen Offerten (50 und 58 Millionen Euro) entsprachen keineswegs den Vorstellungen des BVB.

Nach SPORT1-Informationen hätte der Bundesliga-Sechste im Idealfall gerne 70 Millionen Euro für Aubameyang. Allerdings würden die Verantwortlichen auch schon bei einem Angebot von 65 Millionen Euro schwach werden.

Arsenal macht jedoch keine Anstalten, Bewegung in den Poker zu bringen. "Man weiß nie, wie nahe man dran ist", orakelte Gunners-Coach Arsene Wenger am Dienstag.

Nach den zahlreichen Eskapaden von Aubameyang in den vergangenen Wochen wähnen sich die Briten bei den Verhandlungen offensichtlich im Vorteil.

Sie sind der Überzeugung, dass die Schwarz-Gelben den lustlosen Torjäger vor dem 1. Februar so oder so abgeben müssen und ihre finanziellen Erwartungen schon noch herunterschrauben

Kein Nachfolger an der Angel

Trainer Peter Stöger hat es quasi bestätigt, er plant prinzipiell wieder mit Aubameyang. Ein Einsatz des 28-Jährigen gegen den SC Freiburg (Samstag, ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) ist vorbehaltlich seiner Leistung im Abschlusstraining möglich.

"Er hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen", meinte der BVB-Trainer auf der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag, bei der jegliche Transferfragen zu Aubameyang verboten waren. "Wenn sich an dem Eindruck nichts ändert, hat er sich für den Kader qualifiziert."

Die Borussen spielen Arsenals Spiel also auch noch ganz entspannt mit. Auch, weil sie wissen: Aubameyang (21 Saisontore) ist aus sportlicher Sicht nahezu unverzichtbar.

Aus diesem Grund müsste im Falle einer Einigung mit Arsenal ein neuer Spieler für den Angriff her. Olivier Giroud galt bislang als Favorit. Der Franzose könnte Teil des Aubameyang-Transfers werden und bis zum Saisonende auf Leihbasis von Arsenal kommen.

Batshuayi rückt in den Fokus

Doch laut Daily Mail hat sich Giroud gegen einen Wechsel nach Dortmund entschieden. Der 31-Jährige wolle stattdessen andere Optionen prüfen.

In den englischen Medien kursiert zudem noch der Name Michy Batshuayi in Verbindung mit dem BVB. Der FC Chelsea würde den Belgier im Falle einer Verpflichtung eines neuen Stürmers - Edin Dzeko von der AS Rom ist bei den Blues im Gespräch - gerne zumindest bis zum Sommer abgeben. 

Solange aber kein Nachfolger für Aubameyang bereitsteht, wird der BVB nicht von seiner Haltung abrücken. Das Problem nur: Allen Beteiligten läuft die Zeit davon.

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