Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

München - Trotz der exzellenten Hinrunde stellt sich Schalke in der Offensive neu auf. Nach drei Abgängen und einem Neuzugang werden die Karten neu gemischt - auch taktisch.

Mit 30 Punkten hat der FC Schalke 04 in der Bundesliga eine Hinrunde gespielt, die ihm nach der Katastrophensaison zuvor nur die wenigsten zugetraut hätten.

Und dennoch machten die Königsblauen im Winter einen großen Schnitt und stellten sich für die Rückrunde vor allem im Sturm neu auf.

Mit Steven Skrzybski (Leihe an Fortuna Düsseldorf), Mark Uth (Leihe an den 1. FC Köln) und Fabian Reese (für 100.000 Euro zu Holstein Kiel) gab Schalke nicht weniger als drei Offensivspieler ab. Im Gegenzug holte der derzeitige Tabellenfünfte Michael Gregoritsch, der per Leihe aus Augsburg kam.

Anzeige

Vertrauen in Fan-Liebling Kutucu 

Was auf den ersten Blick nach einem Missverhältnis zu Ungunsten der Königsblauen aussieht, soll sich für Trainer David Wagner dennoch zum Trumpf erweisen.

Denn während Skrzybski und Reese bei Schalke überhaupt keine Rolle spielten, war auch Uth in seiner Schalker Zeit nie der Stürmer, den man sich erhofft hatte. In der laufenden Saison kam Uth in der Liga acht Mal zum Einsatz - ein Tor gelang ihm jedoch nicht. 

Jetzt das aktuelle Trikot von Schalke 04 bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

"Vom Uth-Typ hatten wir den einen oder anderen", sagte Teammanager Sascha Riether in der Bild - und meinte offenbar vor allem Benito Raman, der nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten zuletzt immer besser in Form kam. Seine sieben Torbeteiligungen sammelte der Belgier ausschließlich in den letzten acht Hinrunden-Spieltagen.

Vor allem mit Uths Abgang will die sportliche Führung aber auch Eigengewächs Ahmed Kutucu stärken und dem 19-Jährigen mehr Einsatzzeiten geben. Damit würde Trainer David Wagner bei den Anhängern offene Türen einrennen, gilt Kutucu doch als absoluter Fan-Liebling. "Da ich gebürtiger Gelsenkirchener bin, stehen die Fans so krass hinter mir", sagte der junge Angreifer zuletzt im Kicker

Wird Gregoritsch der bessere Burgstaller? 

Mit Kutucu kam gegen Ende der Hinrunde von der Bank immer wieder frischer Wind ins Schalker Spiel. So hatte der Deutsch-Türke den 1:2-Anschlusstreffer von Raman in Leverkusen vorbereitet, bevor er seinem Team mit dem 2:2-Ausgleich gegen Freiburg zumindest noch einen Punkt rettete. 

Der Gregoritsch-Deal deutet derweil darauf hin, dass auch die Geduld mit Guido Burgstaller nicht unbegrenzt ist. 15 Bundesligaspiele ohne einen einzigen Treffer lautete die ernüchternde Bilanz des 30-jährigen Österreichers, der sich künftig wohl öfter auf der Ersatzbank wiederfinden wird.  

"Wir haben mit Guido Burgstaller bereits einen exzellenten Stürmer, der die Bälle vorne festmachen kann", sagte Riether. "Aber wir haben dennoch Bedarf gesehen auf dieser Position und zugeschlagen, als sich die Möglichkeit bei Michael Gregoritsch ergeben hat."

Im Kampf der beiden Österreicher dürfte der Neuzugang jedenfalls zu Beginn die deutlich besseren Karten haben. Der 25-Jährige hatte sich in der laufenden Saison beim FC Augsburg zwar - nicht zuletzt wegen einiger unglücklicher Aussagen - selbst in Abseits gespielt, dennoch wird ihm mehr Torgefahr zugetraut als Burgstaller.

Harit bleibt Schalkes großer Trumpf

Und dann wäre da ja schließlich noch Amine Harit. Der offensive Mittelfeldspieler hat in seiner dritten Saison den Turbo gezündet und wird auch in der Rückrunde der große Hoffnungsträger der Knappen bleiben. 

Meistgelesene Artikel

Nicht zuletzt seine Vertragsverlängerung hat im Schalker Umfeld eine neue Euphoriewelle ausgelöst, die das Team möglichst in die Europapokalplätze tragen soll.

Es gab schon schlechtere Zeiten auf Schalke...

Nächste Artikel
previous article imagenext article image