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Im Einkaufszentrum
Im Einkaufszentrum "Jacksonville Landing" ereignete sich die Schießerei © dpa
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Drama im amerikanischen Jacksonville: Bei einem Madden-Turnier kommt es zu einer Schießerei. Mehrere Gamer werden dabei getötet - auch der Täter stirbt.

Drama in Florida: Bei einem NFL-Madden-Turnier in Jacksonville ist es nach Angaben der örtlichen Polizei zu tödlichen Schüssen gekommen. Der Amok-Schütze attackierte die Gamer während eines laufenden Spiels.

Die Behörden bestätigten drei Todesopfer, darunter befindet sich offenbar auch der mutmaßliche Täter. Weitere Verdächtige gibt es nach offiziellen Angaben nicht. Die Bevölkerung wurde von der Polizei eindringlich gewarnt, sich nicht in die Nähe des Tatorts zu begeben.

Neun Opfer seien von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Sheriff Mike Williams bei einer Pressekonferenz. Zwei weitere Verletzte mit Schusswunden hätten selbstständig Kliniken aufgesucht.

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Mittlerweile bestehe aber keine akute Gefahr mehr.

Spezialeinheiten der Polizei riegelten das Gelände ab. Laut dem US-Sender ABC eröffnete der Täter am Sonntag gegen 14 Uhr (Ortszeit) das Feuer. Augenzeugen berichteten von chaotischen Zuständen. Zwischen 40 und 50 Personen sollen sich zum Zeitpunkt der Tat am Ort des Geschehens aufgehalten haben.

Täter selbst Spieler des Turniers?

Ausgetragen wurde das eSports-Turnier in einem Restaurant des "The Jacksonville Landing", einem Einkaufszentrum mitten in der Metropole (880.000 Einwohner).

Das Event wurde live im Internet übertragen - als die ersten Schüssen fielen, brach das Bild des Streams ab. Im Hintergrund waren fortlaufend Schüsse und Schreie zu hören.

Der Täter soll laut Fox News selbst am Turnier teilgenommen haben. Nach einer Niederlage eröffnete er demnach das Feuer.

Der Top-Gamer Drini Gjoka berichtete auf Twitter: "Ich hatte so ein Glück. Die Kugel traf meinen Daumen."

Und weiter: "Schlimmster Tag meines Lebens. Ich nehme nie mehr etwas als gegeben. Das Leben kann von einer Sekunde auf die andere vorüber sein."

NFL und Jaguars äußern sich zu Amoklauf

Die Jacksonville Jaguars haben sich erschüttert gezeigt von der Schießerei. "Es ist unmöglich, diese Nachrichten zu begreifen", teilte Jaguars-Eigner Shad Khan in einem Statement mit. Er könne nur seine "tiefste Anteilnahme" ausdrücken, "während wir zu verstehen versuchen, warum und wie dies passieren kann."

"Wir sind schockiert und tief betroffen von der schrecklichen Tragödie in Jacksonville", erklärte die NFL in einem Statement, "wir fühlen mit den Betroffenen. Wir danken den Ersthelfern, die sofort am Ort des Geschehens waren. Wir unterstützen unsere Partner bei EA Sports und werden die Entwicklungen mit der lokalen Strafverfolgung weiter beobachten."

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