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Die Munich Cowboys hoffen gegen die Ingolstadt Dukes auf einen Einsatz von Brady Bolles
Die Munich Cowboys hoffen gegen die Ingolstadt Dukes auf einen Einsatz von Brady Bolles © football-aktuell.de/Baumert
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In der German Football League steht der 11. Spieltag auf dem Programm. Die Ingolstadt Dukes hoffen dabei auf ihren ersten Sieg der Saison.

In München und Ingolstadt geht es am Samstag in der GFL Süd zur Sache: Für die Gastgeber Munich Cowboys und Ingolstadt Dukes sind die Aufgaben gegen Stuttgart Scorpions und Allgäu Comets jeweils echte "Schicksalsspiele".

Die Münchner waren zu Beginn der Saison mit dem klaren Ziel angetreten, wieder in die PlayOffs einzuziehen. Doch gleich zu Beginn gab es mit dem Remis gegen Kirchdorf einen Dämpfer, zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge, und zur Mitte der Saison stehen nur zwei Erfolge gegen die krisengeschüttelten Allgäu Comets zu Buche.

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Stuttgart das Überraschungs-Team

Dabei weckt der vor der Saison neu verpflichtete Quarterback Brady Bolles immer wieder neue Hoffnungen. Als erster Spieler dieser Saison war er bislang für über 2.500 Yards Raumgewinn verantwortlich (2.143 mit Pässen, 357 mit Läufen).

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Doch nicht die Cowboys wurden in der ersten Saisonhälfte zum Überraschungsteam der GFL Süd, sondern der letztjährige Relegationsteilnehmer aus Stuttgart.

Michael Eubank spielt für die Stuttgart Scorpions
Michael Eubank spielt für die Stuttgart Scorpions © (credit: football-aktuell.de/Miladinovic

Zuletzt geriet aber auch der Angriff der Stuttgart Scorpions um Quarterback Michael Eubank ein wenig ins Stocken, in Marburg war man völlig chancenlos. So ist es zumindest ein recht dicker Strohhalm, nach dem die Münchner am 13. Juli greifen wollen. Ein Sieg gegen Stuttgart ist jedoch ihre letzte wirkliche Gelegenheit, noch einmal ein Wörtchen um einen Platz in der Endrunde mitzureden.

Ingolstadt noch sieglos

Ernst wird es auch für die Ingolstadt Dukes. Noch hat man kein Spiel gewonnen und zudem als einziger Klub im Hinspiel in Kempten bereits gegen die Allgäu Comets verloren. Vom Potenzial her sind die Dukes eigentlich stärker einzuordnen, doch eine Häufung von Verletzungen und ausgerechnet im Spiel bei den Allgäuern auch von individuellen Fehlleistungen warf sie ans Tabellenende zurück.

Fünf Spiele in der Rückrunde können nun zu Hause absolviert werden. Doch gleich das erste muss unbedingt gewonnen werden. Denn würden die Comets nach ihrem 28:26-Erfolg auf eigenem Platz auch aus Ingolstadt beide Punkte mitnehmen, wären sie wegen des gewonnenen Vergleichs praktisch bereits drei Siege im Vorteil.

Kempten mit neuem Coach

Die Kemptener selbst haben sich - wie schon letztes Jahr - zur Saisonmitte von einem ursprünglich mit großen Hoffnungen verpflichteten Head Coach getrennt. Nach dem Rauswurf von Jeff Scurran übernahm wie schon 2018 Hesham Khalifa vorläufig die Betreuung der Mannschaft.

Nahezu zeitgleich stieß aber auch Quarterback Raleigh Yeldell III aus den USA neu zum Team, der den Allgäuern in der Rückrunde den Klassenerhalt garantieren soll.

Für Ingolstadts Head Coach Eugen Haaf machte dies die Vorbereitungen auf das wichtige Spiel schwer: "Die Kemptener haben inzwischen einen neuen Head Coach und einen neuen Offensive Coordinator sowie vier neue Importspieler, darunter auch einen neuen Quarterback. Da ist die Vorbereitung für uns extrem schwierig, weil wir nicht wissen, was auf uns zukommt."

Ingolstadt wieder mit Gardner

Er selbst kann womöglich wieder auf Quarterback Anthony Gardner vertrauen, bei dem man aufgrund seiner Verletzung schon mit dem Saison-Aus gerechnet und ihn durch Cody Benedetto ersetzt hatte. In einer Partie mit einigen Unbekannten dürfte jede zusätzliche Alternative helfen.

Der Verlierer des Duells in Ingolstadt wird sich damit anfreunden müssen, sich schon einmal auf die Relegation mit dem GFL-2-Süd-Meister vorzubereiten. Und diese Aufgabe könnte in den kommenden Wochen noch viel unwägbarer werden als die Vorbereitung auf einen Gegner mit verändertem Führungspersonal.

Anthony Gardner will mit den Ingolstadt Dukes den ersten Sieg
Anthony Gardner will mit den Ingolstadt Dukes den ersten Sieg © credit: football-aktuell.de/Miladinovic

Gleich sechs Mannschaften liegen in der zweiten Liga Süd nur maximal sechs Minuspunkte auseinander. Spätestens seit Tabellenführer Saarland Hurricanes in Ravensburg sein erstes Spiel verlor, sind im Rennen um den Relegationsplatz die verrücktesten Konstellationen denkbar.

Biberach kann aufschließen

Aufsteiger Biberach Beavers etwa hat am Samstag beim Abstiegskandidaten Gießen Golden Dragons die Chance, punktgleich zu den Saarländern aufzuschließen. Die Duelle zwischen den potenziellen Relegationskandidaten werden in der näheren Zukunft dann fast alle unter dem Motto stehen: „Wer einmal verliert, ist raus!“

Los geht es in diesem Sinne am 13. Juli in Wiesbaden. Dort empfangen die Wiesbaden Phantoms den letztjährigen Tabellendritten Straubing Spiders. Beide Teams sind mit sechs Minuspunkten vorbelastet, beide spielen in der Rückrunde aber noch jeweils auf eigenem Platz gegen Saarland und Ravensburg. Nach einem Sieg am Samstag sind insgeheim die größten Träume gerechtfertigt - mit einer Niederlage sind sie zerstoben.

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