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Golden State Warriors v Utah Jazz - Game Four
Matt Barnes nahm während seiner NBA-Karriere regelmäßig die Droge Cannabis © Getty Images
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Der einstige NBA-Star Matt Barnes, der mit den Golden State Warriors Meister wurde, spricht über seinen Cannabis-Konsum. Ein Großteil der Spieler nehme die Droge.

Matt Barnes, langjähriger NBA-Star und Meister mit den Golden State Warriors 2017, hat den regelmäßigen Konsum von Cannabis vor Spielen gestanden.

"Ich habe Cannabis sechs Stunden vor einem Spiel geraucht", erzählte er der BBC. "Wir haben am Morgen trainiert, ich bin nach Hause gekommen und habe einen Joint geraucht, habe ein Schläfchen gemacht, geduscht und bin zum Spiel gefahren."

Schmerzen lindern durch Cannabis

Diesem Ablauf folgend, bestritt Barnes die gesamte vergangene Saison mit den Warriors - und am Ende stand der Titel. Doch der 38-Jährige konsumierte die Droge nicht nur in der jüngeren Vergangenheit, sondern bereits seit er 14 ist - wie so viele Jugendliche zum Vergnügen.

Nach Beginn seiner NBA-Karriere griff er dann zu Cannabis, um körperlichen Schmerz zu lindern, sich zu entspannen, gut zu schlafen und um sich geistigen Frieden zu verschaffen.

Was dieses Vorgehen anbelangt, ist Barnes nicht der einzige NBA-Spieler: Kenyon Martin sagte dem Bleacher Report, dass 85 Prozent aller Akteure Cannabis nehmen würden. Einer von ihnen ist Al Harrington, der nach seiner Karriere ein medizinisches Marihuana-Unternehmen gründete.

Harrington: "Coaches nahmen es"

Der Ex-Mitspieler von Barnes konsumierte das Rauschgift nach eigenen Aussagen seit 2007 - um Schmerz zu bekämpfen.

"Selbst die Coaches nahmen es", sagte Harrington, der der Ansicht ist, dass Cannabis gesünder und heilsamer sei als die Opioide, die man ihm gegen diverse körperliche Beschwerden verschrieben habe.

Ungeachtet dessen, was die Gesetzeslage im Fall von Cannabis vorgibt, ist die Frage nach den Regeln der NBA sehr interessant. Cannabis ist dort selbstredend verboten, es steht auf dem Anti-Drogen-Programm der Liga.

Jeder Spieler muss neun Drogentests im Jahr besuchen. Im Falle eines positiven Tests von Cannabis wird jener Spieler einmal pro Woche kontrolliert, und das für drei Monate. So lange, bis er "clean" ist und demnach besteht. Wie viele Spieler in den vergangenen Jahren durchgefallen sind, will die NBA derweil nicht preisgeben.

Barnes: "System entgangen"

Barnes selbst wurde lediglich zweimal erwischt - 2007 bei den Warriors und 2014 bei LA Clippers. Und das, obwohl er immerfort zu der Droge griff.

"Ich verstand, wie viel ich rauchen durfte, um dem System zu entgehen", erklärte er.

Nach diesem Muster scheinen zahlreiche Spieler zu verfahren. Und vielleicht wird Cannabis auch bald ganz von der verbotenen Liste gestrichen.

"Ich bin nun am Punkt angelangt, dass ich persönlich denke, dass Cannabis von der Liste genommen werden sollte", sagte David Stern, einstiger NBA-Kontrolleur.

Jener Stern, der im Zuge seiner Karriere diverse strikte Testsysteme installierte und etablierte. Ein deutliches Zeichen.

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