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Eine Rauferei überschattet Spiel 4 der Serie Philadelphia gegen Brooklyn. Zwei Spieler fliegen raus. Embiid führt erst seine 76ers zum Sieg und teilt dann aus.

Die Philadelphia 76ers haben in den NBA-Playoffs einen umkämpften 112:108-Sieg bei den Brooklyn Nets gefeiert. 

In der Best-of-Seven-Serie der ersten Runde führen die Sixers damit 3:1.

Dudley löst Rudelbildung aus

Mitte des dritten Viertels geriet das Spiel jedoch in den Hintergrund. Sixers-Center Joel Embiid stoppte Gegenspieler Jarett Allen beim Stand von 67:61 für die Nets hart unter dem Korb. Eigentlich ein Foul in typischer Playoff-Manier.

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Nicht so für Jared Dudley, bei dem sämtliche Sicherungen durchbrannten. Der Forward der Nets stürmte auf den deutlich größeren Embiid zu, schubste ihn, schimpfte auf ihn ein.

Sixers-Allstar Jimmy Butler gab daraufhin Dudley einen kräftigen Schubser, was eine Rudelbildung auflöste. Das rangelnde Knäuel landete schließlich sogar in den Zuschauern.

Butler und Dudley fliegen raus

Einzig der sonst nicht gerade für seine Zurückhaltung bekannte 2,10-Meter-Mann Embiid hielt sich vornehm zurück, streckte demonstrativ die Arme in die Höhe und entfernte sich vom Geschehen.

Als sich die Situation wieder beruhigt hatte, wurden Dudley und Sixers-Allstar Jimmy Butler vom Spiel ausgeschlossen. Das Foul von Embiid an Allen werteten die Referees als unsportliches (flagrant 1), so dass es mit Embiid und zwei Freiwürfen für Allen weitergehen konnte.

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Den zusätzlichen Ballbesitz der Nets beendete Embiid übrigens mit einem - dieses Mal sauberen - Block gegen Forward Joe Harris. 

Embiid: "Er ist ein Niemand"

Der Zoff zuvor war aber auch nach der Partie noch nicht vergessen.

"Zunächst einmal: Er ist ein Niemand. Und wenn Gegner so etwas versuchen, wollen sie uns nur aus dem Spiel bringen. Besonders, weil ich viel zu wertvoll für mein Team bin. Darum habe ich nicht reagiert", sagte Embiid nach der Partie bei TNT.

Auf der Pressekonferenz teilten Embiid und Butler weiter gegen Dudley aus. "Ich schenke ihm normal nicht viel Aufmerksamkeit. Ich denke einfach, du solltest nicht auf irgendjemanden in dieser Art und Weise zustürmen ...", sagte Butler, bevor Embiid ihn unterbrach: "Zumal ich bei dem angeblichen Foul nur den Ball getroffen hatte."

Embiid fügte hinzu, dass er die Strafe bezahlen möchte, die Butler für seinen Rauswurf erhält. "Es ist großartig zu sehen, dass man mit Leuten spielt, die sich um einen kümmern - und ich tue das Gleiche, indem ich dominiere und versuche, uns den Sieg zu bescheren", ergänzte Embiid in gewohnt bescheidener Manier.

Embiid legt Monster-Stats auf

Am Ende standen für Embiid 31 Punkte, 16 Rebounds, sieben Assists und sechs Blocks zu Buche. Forward Tobias Harris steuerte 24 Zähler zum Sieg der 76ers bei.

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Bei den Nets waren Caris LeVert (25), D'Angelo Russell (21) und Allen (21) die erfolgreichsten Schützen. 

In der Nacht auf Mittwoch kann Philadelphia zuhause bereits den Einzug ins Halbfinale der Eastern Conference perfekt machen. Dort würde es zu einem Duell mit den Toronto Raptors oder Orlando Magic (2:1 für Toronto) kommen.

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