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München - Clippers-Provokateur Beverly sorgt zum Playoff-Start für den Rausschmiss von Superstar Kevin Durant. Die Warriors gewinnen trotzdem - dank Rekord-Schütze Stephen Curry.

NBA-Provokateur Patrick Beverly hat wieder einmal zugeschlagen, sein neuestes, prominentes Opfer: Superstar Kevin Durant von den Golden State Warriors.

Im 1. Playoff-Spiel zwischen dem Titelverteidiger und Beverlys Los Angeles Clippers reizte der Guard seinen Gegenüber wierholt - im 4. Viertel flogen dann beide Spieler wegen Technischer Fouls vom Feld.

Auch ohne Durant brachte die Warriors ihren souveränen Auftaktsieg in der 1. Runde der Western Conference aber sicher nach Hause. 121:104 hieß es am Ende.

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Durant und Beverly keifen sich an

Da waren Durant und Beverly allerdings schon längst aus der Halle verbannt worden. Das ganze Spiel über hatten sich die beiden Stars ein Wortgefecht geliefert, fünf Minuten vor dem Ende setzte es dafür das erste Mal Technische Fouls auf beiden Seiten.

Kurz darauf ging es schon wieder rund. Durant schubste Beverly beim Versuch, ihm den Ball zu klauen, aufs Parkett und schimpfte dem am Boden liegenden Guard noch hinterher.

Der Clippers-Hitzkopf (bekannt dafür, Stars des Gegners zu provozieren, bis sie die Nerven verlieren) sprang schnell wieder auf und wollte auf Durant losgehen - da ging Referee Ed Malloy aber schon dazwischen und schickte die beiden Streithähne zum duschen.

Während Beverly damit sein Ziel erreicht hatte, herrschte vor allem im Lager der Warriors Ärger.

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Kerr genervt, Beverly zufrieden

"Wir haben den Köder geschluckt", schimpfte Trainer Steve Kerr nach der Partie über Durants fehlende Beherrschung: "Er hat den Köder geschluckt und zwei Technische kassiert. Beim siebten bist du in den Playoffs schon ein Spiel gesperrt. Egal, ob die vier oder 24 Playoff-Spiele machst - sieben ist die magische Zahl. Jetzt darf er sich nur noch vier Technische leisten - und das nach nur einem Spiel."

Durant spielte das Thema herunter. "Ich habe mich im Griff", meinte er nur lapidar: "Ich spiele seit Ewigkeiten gegen Pat. Wir wissen, was er bringt - er geht dich körperlich an, versucht dich aus dem Konzept zu bringen, redet - das hat er bei jedem Team bisher gemacht. Ich weiß, was in dieser Serie auf mich zukommt. Das hat Spaß gemacht heute."

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Das Problem mit Beverly hatte das Trainerteam beim Meister schon kommen sehen. "Das ist, was er tut", meinte Kerr: "Er ist ein Wahnsinns-Verteidiger, er spielt hart, wir haben jede Menge Respekt vor ihm - aber du darfst dich nicht provozieren lassen. Bei dem Tausch verlieren wir."

Der Fallensteller selbst zeigte sich zufrieden. "Ich war einfach Pat. Das hat Spaß gemacht da draußen", meinte Beverly.

Curry schnappt sich Dreier-Rekord

Während Durant nach seinem Rauswurf bei 23 Punkten blieb, sorgte vor allem Stephen Curry mit seinen 38 Punkten und einem Rekord für den erfolgreichen Playoff-Start der Warriors.

Der Point Guard versenkte gegen die Clippers acht Dreier und damit mehr Distanzwürfe in der Postseason versenkt als jeder andere Spieler in der Geschichte der NBA.

Mit 8 von 12 getroffenen Würfen aus dem Dreierland steht Curry nun bei 386 Triples in den Playoffs - und damit einem mehr als der bisherige Spitzenreiter Ray Allen (385) auf dem Konto hat.

NBA-Playoffs im Überblick: 

Philadelphia 76ers - Brooklyn Nets 102:111 (Playoff-Stand: 0:1)
Toronto Raptors - Orlando Magic 101:104 (Playoff-Stand: 0:1)
Golden State Warriors - Los Angeles Clippers 121:104 (Playoff-Stand: 1:0)
Denver Nuggets - San Antonio Spurs 96:101 (Playoff-Stand: 0:1)

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