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München - Die Toronto Raptors gewinnen auch das zweite Spiel bei den Warriors. Kawhi Leonard zieht den Dubs den Zahn. Diese glauben aber noch an die Aufholjagd.

Die Toronto Raptors stehen dicht vor dem historischen Gewinn des NBA-Titels. (Die NBA-Finals LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVETICKER).

Das Team um Superstar Kawhi Leonard gewann das vierte Finalspiel bei Meister Golden State Warriors 105:92 und braucht nur noch einen Sieg, um als erste kanadische Franchise in der NBA zu triumphieren.

In der Best-of-Seven-Serie steht es 3:1, in der Nacht von Montag auf Dienstag können die Raptors in der heimischen Scotiabank Arena den Sack endgültig zu machen.    

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"Die Leute werden durchdrehen"

"Wir fahren nach Hause und die Leute in Toronto werden durchdrehen", sagte Raptors-Trainer Nick Nurse: "Wir haben nie wirklich über den Stand in der Serie gesprochen und wir wissen, wie hart wir spielen müssen, um sie zu schlagen." Raptors-Guard Kyle Lowry warnte aber: "Wir haben noch nichts erreicht."

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Toronto lag bis Mitte des dritten Viertels fast immer zurück, setzte sich dann aber ab und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Leonard gelang mit 36 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double, auch Serge Ibaka (20 Punkte) und Pascal Siakam (19) zeigten starke Leistungen. Leonard leitete nach der Pause die Wende für die Raptors ein. Zuerst verwandelte Leonard einen Dreier gegen Draymond Greeen, klaute diesem in der Defensive den Ball und legte den nächsten Dreier in den Warriors-Korb zur ersten Führung für Toronto überhaupt in diesem Spiel.

Raptors-Star verliert Zahn und blutet

Im vierten Viertel musste Fred vanVleet in der Kabine behandelt werden, nachdem er unbeabsichtigt den Ellbogen von Shaun Livingston ins Gesicht bekommen hatte. Dabei entstand unter dem Auge des Raptors-Spielers ein Cut - der stark blutete - und er verlor einen Zahn, der noch auf dem Spielfeld lag, als van Vleet bereits in der Kabine war.

Nach der Schlusssirene feierten die mitgereisten Raptors-Fans in der Oracle-Arena und sangen "O Canada". In Toronto, beim Public Viewing vor der Raptors-Arena, gab es Sprechchöre mit "One more game" (deutsch: Nur noch ein Spiel).

Beste Werfer der Warriors waren Rückkehrer Klay Thompson (28) und Stephen Curry (27). Doch letzterer erwischte nach seiner 47-Punkte-Gala in Spiel drei einen äußerst durchwachsenen Abend.

Curry mit schwacher Quote nach Gala

Von der Dreierlinie traf Curry nur zwei von neun Versuchen, insgesamt neun von 22 Versuchen und auch in der Defensive zeigte er immer wieder Aussetzer oder wirkte erschöpft. "Es ist noch nicht vorbei", gab sich Curry aber kämpferisch.

Thompson hatte das dritte Spiel wegen einer Oberschenkelverletzung verpasst. Überraschend war auch Center Kevon Looney wieder mit dabei, der in Spiel zwei mit einer Brustverletzung bereits für den Rest der Serie auszufallen schien. Kevin Durant fehlte den Warriors erneut.

"Wir hoffen, dass er in Spiel fünf oder sechs spielen kann. Und alles dazwischen habe ich bereits entschieden. Aber ich teile das nicht mit, weil sonst drehen alle durch. Es wird so viel berichtet und daher macht es keinen Sinn mehr, darüber zu sprechen. Entweder er spielt oder er spielt nicht. Heute hat er nicht gespielt", gab sich Warriors-Coach Steve Kerr kryptisch bei der Frage nach Durants Comeback.

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Cavs als Vorbild für Warriors

Golden State muss nun allerdings dreimal nacheinander gewinnen, um die Serie noch zu drehen. Das ist in der Geschichte der Liga in den Finals, bei 34 Versuchen, erst einer Mannschaft gelungen. Die Cleveland Cavaliers gewannen 2016 nach einem 1:3-Rückstand den Titel - gegen die Warriors. 

"Ich war bei einem 3:1 einmal auf der falschen Seite. Warum sollten wir nicht unsere eigene Geschichte schreiben", blickte Draymond Green von den Warriors nach vorne. 

Gut möglich, dass Golden State zum letzten Mal in Oakland aufgelaufen ist, zur neuen Saison kehrt der Klub in seine alte Heimat San Francisco zurück. Die Warriors spielen seit 1971 in Oakland.

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