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Baltimore - Joel Embiid und die Philadelphia 76ers spielen eine durchwachsene Saison. Mit SPORT1 spricht der Ausnahmecenter über seine Verletzung und den weiteren Saisonverlauf.

Es ist bisher nicht die NBA-Saison der Philadelphia 76ers. Zur Hälfte liegt die gemeinsam mit den Milwaukee Bucks vor der Saison als Top-Team im Osten gehandelte Franchise nur auf Rang sechs - mit bereits 16 Niederlagen auf dem Konto. 

Von den vergangenen zehn Spielen gewann Philly sogar nur vier. (SERVICE: Die NBA-Tabelle)

Trotz der momentanen Krise ist Superstar Joel Embiid nicht bange. "Die Playoffs sind eine andere Herausforderung und wir sind ein Team, dass für die Playoffs gemacht ist. Ich mache mir deswegen keine Sorgen. Wir werden bereit sein", schickt Embiid via SPORT1 eine kleine Kampfansage an die Konkurrenz.

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Verletzung von Embiid schadet Philadelphia 76ers

Dass die Sixers momentan enttäuschen und nur vier der letzten zehn Spiele gewinnen konnten, hängt auch mit dem Center zusammen - denn der Superstar fehlt verletzt.

Im Spiel gegen die Oklahoma City Thunder mit Nationalspieler Dennis Schröder verletzte sich der Superstar der 76ers am 6. Januar am Ringfinger der linken Hand.

Der 2,13 Meter große Center spielte die Partie zwar nach einer kurzen Pause zu Ende, wie sich nach einer genaueren Untersuchung aber herausstellte, war ein Band in Embiids Finger gerissen. Der 25-Jährige wurde umgehend in New York operiert. 

Embiid: "Es sieht ganz gut aus"

Im Rahmen des "Under Armour Event" in Baltimore verriet Embiid seinen derzeitigen Gesundheitszustand. "Ich habe die Schiene inzwischen abgenommen. Es sieht generell ganz gut aus", sagte er. Der Finger sei zwar immer noch sehr geschwollen, in den nächsten Tagen werde laut Embiid jedoch neu evaluiert. Wie viele Spiele er noch aussetzen muss, durfte Embiid nicht verraten. 

Ohne ihn gewannen die 76ers zwar noch den Ost-Kracher gegen die Boston Celtics, danach setzte es aber Niederlagen gegen die Dallas Mavericks und die Indiana Pacers. Zuletzt konnten die Brooklyn Nets geschlagen werden.

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"Die intuitive Spielweise der einzelnen Spieler im Kader unterscheidet sich. Wir schaffen es noch nicht, alle auf einen Plan zu bringen", erklärte er auf SPORT1-Nachfrage die fehlende Konstanz des Teams in der bisherigen Saison.

Noch hapert es im Team, das in der vergangenen Saison nur durch einen irren Buzzerbeater von Kawhi Leonard im Conference Semifinale aus den Playoffs flog, mit dem Zusammenspiel. Im Sommer gab es einige Veränderungen bei den Sixers. Star-Flügel Jimmy Butler ging nach Miami, dafür kam Josh Richardson, aus Boston verstärkten sich die Sixers mit Al Horford.

Embiid und Simmons in der Kritik 

Das große Problem in Philly stellte bislang die Offensive dar. Im Mittelpunkt der Kritik steht dabei Aufbauspieler und Embiids Co-Star Ben Simmons. 

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Der 23 Jahre alte Aufbauspieler verfügt über keinen Wurf und punktet so nur in einem Bereich, der hauptsächlich von Big Man genutzt wird. Da die Gegner um Simmons' Schwäche wissen, ist die gegnerische Zone für die Sixers noch enger.

Aber nicht nur Simmons, sondern auch Embiid musste trotz durchaus beeindruckender Zahlen (23,4 Punkte, 12,3 Rebounds) Kritik einstecken, nachdem seine Werte im Vergleich zur Vorsaison etwas nach unten gegangen sind.

Nach einigen defensiv wie offensiv für Embiids Verhältnisse lethargischen Auftritten warfen ihm die NBA-Legenden Shaquille O’Neal und Charles Barkley vor, nicht genügend zu dominieren.

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"Wenn du nur gut sein willst, dann mach weiter mit den 22 Punkten. Wenn du großartig sein willst, dann gib mir 28, gib mir 30. Wenn du großartig sein willst, dann schau dir Giannis (Antetokounmpo, Anm. d. Red.) an. Er will es", meinte O'Neal in Richtung Embiid.

Starke Leistung im Christmas Game

Unmittelbar nach der Kritik zeigte Embiid im Christmas Game gegen die Bucks mit Antetokounmpo mit 31 Punkten, elf Rebounds und drei Assists seine wohl beste Saisonleistung. 

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"Dieser Sieg war ein Beispiel für Art und Weise, wie wir spielen wollen. In diesem Spielstil sind wir gut und ich habe einen großen Einfluss auf das Spiel", sagte der in Kamerun geborene Embiid.

Und so soll es nach seinem Willen dann auch wieder in den Playoffs aussehen. Den dafür sind die Sixers schließlich gebaut.

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