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Nach langer Leidenszeit gibt Zion Williamson sein Debüt in der NBA und überzeugt dabei. Doch nicht nur die Niederlage gegen Spurs lässt ihn im Anschluss hadern.

Zion Williamson hat sein vielumjubeltes und lange herbeigesehntes Debüt in der NBA gegeben.

Das 19-Jährige Super-Talent stand beim Spiel seiner New Orleans Pelicans gegen die San Antonio Spurs erstmals auf dem Parkett, konnte die 117:121-Niederlage seines Teams gegen die Gäste aus Texas aber nicht verhindern. (Spielplan der NBA)

Dennoch lies Williamson in gerade einmal 18 Minuten auf dem Feld bereits erahnen, was die Fans in Zukunft von ihm erwarten können. So wurde er mit 22 Punkten am Ende gemeinsam mit Brandon Ingram bester Scorer seiner Mannschaft und legte zudem obendrein auch noch sieben Rebounds und drei Assists auf.

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Williamson dreht im Schlussviertel auf

Dabei drehte der Mann aus Salisbury/North Carolina erst im letzten Viertel des Spiels so richtig auf.

Innerhalb von nur drei Minuten erzielte er 17 Punkte, versenkte unter anderem vier Dreier in Folge und brachte seine Mannschaft dadurch knapp sechs Minuten vor dem Ende sogar kurzzeitig in Führung. Kurz darauf musste er allerdings auf Anraten der Ärzte wieder vom Feld und musste somit tatenlos zusehen, wie die Pels den Sieg doch noch aus der Hand gaben.

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"Es war hart für mich. Ich bin 19 Jahre alt, ich habe nicht langfristig gedacht. Ich wollte einfach nur das Spiel gewinnen. Ich will eigentlich das Minutenlimit nicht, aber ich muss auf unser Ärzteteam hören", erklärte er im Anschluss an die Partie sichtlich enttäuscht.

Wie Marc J. Spears von ESPN berichtete, soll Williamson Trainer Alvin Gentry sogar mit den Worten "Trainer, ich kann das Spiel für das Team gewinnen. Lass mich drin", darum gebeten haben, ihn nicht vom Feld zu nehmen.

Fans und Twitter-Gemeinde fordern Zion

Und auch die Fans machten gegen Ende des Spiels deutlich, dass sie ihren neuen Hoffnungsträger gerne noch länger auf dem Parkett gesehen hätten. "Wir wollen Zion" schallte es nach seiner Auswechslung lautstark von den Tribünen in der New Orleans Arena.

Auf Twitter überschlugen sich die Reaktionen ebenfalls. "Los Gentry, wir wollen Zion", forderte etwa Ex-Pels-Spieler Kendrick Perkins Gentry auf Twitter dazu auf, Williamson weiter spielen zu lassen. "Wenn er Zion in den letzten zwei Minuten nicht wieder einsetzt, reiche ich beim Liga-Büro Protest ein", twitterte David Jacoby von ESPN.

"Zion war das Warten wert", fasste Journalist und Autor Shea Serrano den Auftritt Zions zusammen, Ja Morant von den Memphis Grizzlies reichte ein einfaches "yesssir".

Auch Gentry selbst zeigte sich trotz der Niederlage begeistert vom Einstand seines neuen Stars. "Ich glaube, was Sie dort gesehen haben, war ein Vorgeschmack darauf, was wir mit ihm machen können, wenn er sich erst einmal richtig eingelebt hat", sagte er.

Meniskusoperation setzte Williamson lange außer Gefecht

Der Forward hatte sich nach nur einer Saison auf dem College Mitte April 2019 dazu entschieden, vorzeitig den Schritt in die NBA zu wagen und wurde dort erwartungsgemäß von den New Orleans Saints an erster Stelle gezogen.

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Nach einer starken Pre-Season mit durchschnittlich 23,3 Punkten, 6,5 Rebounds, 2,3 Assists und 1,5 Steals in 27 Minuten pro Spiel musste er sich allerdings kurz vor Saisonbeginn einer Knieoperation in Folge eines Meniskusrisses unterziehen und fiel seitdem aus.

Während seiner dreimonatigen Reha arbeiteten die Coaches der Pels anschließend unter anderem intensiv mit ihm an seinem Laufstil, um damit weiteren Verletzungen vorzubeugen.

Williamson soll New Orleans in die Playoffs führen

In den kommenden Wochen und Monaten soll Williamson nun dabei mithelfen, die Pelicans doch noch in die Playoffs zu führen. Mit nur 17 Siegen aus 44 Spielen rangiert New Orleans aktuell in der Tabelle der Western Conference auf dem zwölften Platz. (Tabelle der NBA)

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Die Statistikexperten von FiveThirtyEight beziffern die Chancen auf die Playoffs mit ihm auf immerhin 61 Prozent - und damit fast drei Mal höher als bei allen direkten Konkurrenten. 

"Wir erwarten nicht, dass er auf einem weißen Pferd geritten kommt und unsere Franchise rettet", betonte Gentry allerdings bereits vor dem Comeback seines Juwels. 

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