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München - Der Slam-Dunk-Contest ist eines der Highlights des All-Star-Weekends. Diesmal kommt es zu einem spektakulären Schlagabtausch, der in einer Farce endet.

Wertungs-Farce bei einem denkwürdigen Slam-Dunk-Contest im Rahmen des All-Star-Wochenendes der NBA. 

Derrick Jones Jr. von den Miami Heat sicherte sich in einem umstrittenen Finale gegen Aaron Gordon von den Orlando Magic die Dunking-Krone. 

Doch der Reihe nach. Beide Duellanten hatten in den vorherigen Durchgängen mit furiosen Dunkings jeweils schon die 50 Punkte erreicht - die Maximalpunktzahl. Im entscheidenden Durchgang legte Jones Jr. vor und zeigte einen Windmill-Dunk, bei dem er am Zonenrand abhob und hochstieg. Die Juroren mit NBA-Legende Dwyane Wade gaben ihm dafür 48 Punkte. 

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Nun war Gordon an der Reihe. Nach kurzer Beratungszeit mit Shaquille O' Neal kam Kult-Riese Tacko Fall (2,26 Meter groß) von den Boston Celtics aufs Parkett des United Centers in Chicago. Gordon schnappte sich den Ball, lief los, hob ab, sprang über Fall drüber und versenkte dabei den Ball im Korb.

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Nach kurzer Beratungszeit zeigte die Jury für diesen Dunk insgesamt 47 Punkte. WNBA-Star Candace Parker und Musiker Common zeigten dabei eine zehn. Wade, Scottie Pippen und Chadwick Boseman zeigten jeweils neun Punkte.

Hat Heat-Legende Wade sich nicht an die Absprache gehalten?

Als diese Entscheidung verkündet wurde, gab es Buhruffe und Pfiffe von den Rängen, denn mit einem Punkt Vorsprung hatte Jones jr. den Dunking-Contest nun gewonnen. Jury-Mitglied und Musiker Common sagte anschließend bei ESPN: "Wir dachten es endet mit einem Unentschieden. Aber jemand machte nicht das Richtige. Ich weiß nicht, wer es war."

TV-Bilder legen nahe, dass ausgerechnet Heat-Legende Wade der entscheidende Faktor gewesen sein könnte. Unmittelbar bevor die Wertungen eingeblendet werden, hat Wade bereits ein Grinsen im Gesicht und reißt sich bereits seinen Funk-Knopf aus dem Ohr. Es wäre eine bittere Pointe aus Gordons Sicht. Offiziell hat sich bislang niemand dazu geäußert. Wade erntete einen heftigen Shitstorm in den sozialen Medien.

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Bei einem Unentschieden hätte jedes Jury-Mitglied einzeln festgelegt, wer den Dunk-Contest gewinnt, derjenige mit den meisten Stimmen wäre dann der Sieger gewesen. Gordon äußerte sich voller Frust nach dem zweiten verpassten Titel im Dunk-Contest nach 2016 - damals hatte er im wohl besten Contest aller Zeiten gegen Zach LaVine verloren.

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"Ich schaffte vier 50-er hintereinander - eigentlich fünf 50-er. Es ist vorbei, lasst uns nach Hause gehen. Aber ich weiß ja nicht, wer hat für die Show gesorgt", sagte Gordon und schloss eine weitere Teilnahme bei Dunking-Contests aus. "Es ist vorbei, ich denke, ich hätte zwei Trophäen haben sollen."

Sein Kontrahent war anderer Meinung. "Er berührte Tackos Kopf, also konnten sie ihm keine 50 geben. Ich dachte, sie geben ihm auch eine 48, sodass wir noch einen Versuch hätten machen können", erklärte Jones Jr. im Anschluss an seinen Sieg. Doch es kam anders. 

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