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München - LeBron James belehrt seine Kritiker eines Besseren und führt seine Lakers im starken Westen in die NBA-Finals. Dort gibt es eine ganz spezielle Konstellation.

Mit den Miami Heat hat er es zweimal geschafft, und auch bei den Cleveland Cavaliers hat LeBron James seine Meister-Mission erfüllt. Nun ist der selbsternannte "Chosen One" nur noch eine erfolgreiche Serie davon entfernt, seine Legacy um einen Mega-Meilenstein zu erweitern.

Und wie es das Schicksal so will, trifft er mit den Los Angeles Lakers ausgerechnet auf sein Ex-Team Miami. James ist neben Wilt Chamberlain der einzige Spieler der NBA-Historie, der gegen die Franchise im Finale steht, mit der er zuvor in seiner Karriere den MVP-Titel einheimste. (Spielplan und Ergebnisse der NBA-Playoffs)

Dass sich der 35-Jährige seinen vierten Meisterring schnappt, daran zweifelt vor allem in LA niemand. Es wäre sein vierter Titel im zehnten Anlauf. Nur Bill Russell, Sam Jones und Kareem Abdul-Jabbar standen ebenfalls mindestens zehn Mal in den Finals.

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Anthony Davis verstärkt Los Angeles Lakers

Als einziger Spieler überhaupt erreichte James die Endspielserie mit fünf unterschiedlichen Trainern. Doch das ist nur ein netter Randaspekt einer außergewöhnlichen Saison, in der der viermalige MVP vielleicht deutlicher denn je bewiesen hat, dass er zu den größten Basketball-Spielern aller Zeiten gehört.

Viele zweifelten bei seinem Wechsel von den Cavs nach Hollywood im Jahr 2018 daran, dass LeBron die Lakers im stark besetzten Westen der Liga zum Conference-Triumph führen würde. Nach einer ersten Saison mit vielen Rückschlägen – auch verletzungsbedingter Art – wurde vieles besser.

Auch weil L.A. personell aufrüstete. Allen voran Anthony Davis, den James zur Franchise lockte, war das fehlenden Puzzleteil. Das wurde insbesondere im Laufe der Playoffs immer wieder deutlich.

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LeBron James teilt sich seine Kräfte ein

War es ohne den Big Man oft so, dass die Lakers ohne LeBron auf dem Feld einbrachen und so viele Spiele verloren gingen, springt nun Davis in die Bresche, wenn der Anführer des Teams mal eine Auszeit braucht oder sich auf dem Feld eine Pause gönnt.

Doch auch der King selbst hat sich im hohen Basketball-Alter von 35 Jahren noch einmal weiterentwickelt. Während er die Defensivarbeit in den vergangenen Saisons auffallend oft schleifen ließ, haut er sich auch hinten wieder stets voll rein.

Und er kann das Spiel lesen wie kaum ein anderer Spieler und weiß genau, in welchen Phasen er seine Kräfte einteilen kann und wann er als Leader gefordert ist. Diese effiziente Spielweise könnte ihm für die Crunchtime in den entscheidenden Matches der Finals die nötigen Körner lassen.

Heat-Verantwortliche Spoelstra und Riley kennen den King genau

Die Statistiken stimmen bei James ohnehin. Seit Beginn der Playoffs erzielt er durchschnittlich 26,7 Punkte pro Spiel und ergänzt 10,3 Rebounds und 8,9 Assists. Ein Double-Double im Schnitt legte LeBron über die gesamte Postseason hinweg nur einmal in seiner Karriere auf: 2015 bei den Cleveland Cavaliers, als ihm in 20 Spielen 30,1 Punkte und 11,3 Rebounds gelangen.

Ab Donnerstag geht es für LeBron also um den vierten Ring. Doch die Heat, die schon in den Runden zuvor als Außenseiter angetreten waren, werden besonders motiviert sein, gegen den Superstar die Sensation perfekt zu machen.

Was ihnen Hoffnung macht: Kaum jemand kennt James und dessen Schwächen so gut wie die Verantwortlichen in Miami, unter denen er 2012 und 2013 an der Seite von Dwayne Wade und Chris Bosh Meister wurde.

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James verlässt Wade, Bosh und Co.

Erik Spoelstra leitet seit 2008 die Geschicke des Teams vom South Beach und blickt seit dem Abgang von James auf eine lange Durststrecke zurück. "LeBron James? Lasst uns das nun genießen", lautete sein trockener Kommentar, als die Final-Paarung feststand.

Und keinem würde ein Finals-Triumph gegen LeBron wohl so gut schmecken wie Besitzer Pat Riley.

Die Heat-Ikone wollte mit seinen Stars James, Wade und Bosh eine Ära prägen, hoffte auf fünf Titel in zehn Jahren. Doch LeBron durchkreuzte diese Pläne mit seiner Rückkehr zu den Cavs 2014.

Es soll sehr lange gedauert haben, bis Riley diesen Verrat verdaut hatte. Jimmy Butler und Co. könnten nun für ihn Rache nehmen.

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