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München - James Harden hat mit seinem Verhalten zwar seinen Willen bekommen, aber viele Sympathien verspielt. Der SPORT1-Kommentar.

James Harden hat seinen Willen bekommen - leider.

Der NBA-Superstar wechselt zu den Brooklyn Nets, bildet dort mit Kevin Durant und Kyrie Irving ein neues Superteam und spielt um den Titel mit - falls die drei Egos sich zusammenraufen.

Prinzipiell ist es schön, dass das unwürdige Schauspiel ein Ende gefunden hat, schade ist, dass sich Hardens respektloses Verhalten im Endeffekt ausgezahlt hat. (NBA-Saison 2020/21: Alle Spiele und Ergebnisse)

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Harden hat sein Versprechen gebrochen

Bei allem Verständnis für den Wunsch nach Veränderung und die Sehnsucht nach einem Titel – sein Auftreten war bisweilen unwürdig. In den vergangenen Wochen und Monaten glänzte Harden zu selten mit sportlichen Schlagzeilen, sondern trieb das beleidigte "Ich-will-weg-Spiel" auf die Spitze. (NBA-Tabellen)

Bereits früh in der Offseason kamen die Trade-Forderungen des Superstars ans Licht. Houston, in den vergangenen Jahren immer ein erweiterter Titel-Kandidat, der viel versuchte, um Harden glücklich zu machen, war nicht mehr genug.

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Mehr noch: Harden, der sein 2017 auf Twitter gegebenes Versprechen, er werde die Rockets nie verlassen, gebrochen hat, grenzte das Feld der möglichen Ziele ein und erschwerte damit die Verhandlungen.

Harden verhielt sich respektlos

Harden fehlte unbegründet beim Trainingsauftakt, besuchte einen (Strip-)Club, obwohl die NBA ihren Spielern ausdrücklich den Besuch von Bars und Clubs untersagt hatte, scherte sich auch sonst wenig um Regeln.

In seinen bisher acht Saisonpartien für Houston lief der 31-Jährige mit erkennbar zu vielen Pfunden auf. Nach einem guten Saisonstart spielt Harden einen für seine Verhältnisse miserablen Januar (17,4 Punkte bei einer Wurfquote von 37,8 Prozent). Houston verlor vier der fünf Spiele im neuen Jahr.

Durchschnittliche Leistungen, eine schlechte Einstellung, respektloses Verhalten gegenüber Teamkollegen, die vom vermeintlichen Anführer immer genervter waren, absichtliches Fehlen: So forciert man einen Abschied. Eine Unsitte, die in der NBA oder im Sport generell leider immer häufiger Einzug hält.

Harden tat alles für seinen Abgang

Hardens Aussagen am Mittwoch brachten das Fass zum Überlaufen: Das Team sei "einfach nicht gut genug", die Situation sei nicht zu lösen, er habe für die Rockets "alles getan, was ich kann".

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Sportlich hat Harden das in den vergangenen Jahren mit Sicherheit eindrucksvoll, dafür gebührt ihm Respekt. Jetzt hat er allerdings nur noch alles dafür getan, dass er weg muss.

Houston hat ein Problem weniger.

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