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Jerry West (r.) und Wilt Chamberlain (hinten) prägten die Rekordsaison der L.A. Lakers 1972
Jerry West (r.) und Wilt Chamberlain (hinten) prägten die Rekordsaison der L.A. Lakers 1972 © Imago
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Die Los Angeles Lakers legten 1972 in der NBA eine bis heute unerreichte Siegesserie hin. Am Ende durchbrachen Wilt Chamberlain, Jerry West und Co. einen Fluch.

Ausgerechnet Kareem Abdul-Jabbar war für die Los Angeles Lakers am Ende der Spielverderber.

Mit seinen 39 Punkten und 20 Rebounds führte der NBA-Superstar die Milwaukee Bucks vor genau 49 Jahren zu einem 120:104-Erfolg - dreieinhalb Jahre bevor er zum heutigen Rekordmeister wechselte und dort zur Franchise-Legende wurde.

Was Abdul-Jabbars vorherige Gegenspieler in der Saison 1971/72 geschafft hatten, konnten aber weder er noch andere spätere Klubikonen wie Magic Johnson und Kobe Bryant je übertreffen.

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Wilt Chamberlain, Jerry West und Co. erreichten den Gipfel

33 Siege in Serie feierten Wilt Chamberlain, Jerry West und Co. zwischen dem 31. Oktober 1971 und dem 9. Januar 1972. "Unsere Serie ist vorbei, aber kein Team wird sie jemals übertreffen", sagte Lakers-Forward Jim McMillian damals.

Bislang hat er recht behalten, die Bestmarke steht. Am dichtesten heran kamen die Miami Heat (deren Präsident Pat Riley Teil der Lakers 1972 war) in der Saison 2012/13, erst nach 27 Siegen wurde der Titelverteidiger aus Florida mit dem heutigen Lakers-Star LeBron James damals gestoppt.

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Die Rekord-Lakers 1972 wurden am Ende souverän Meister (in den Finals toppten sie die New York Knicks) und stellten damals auch noch weitere Meilensteine auf: Sie schlossen die Hauptrunde mit 69 Siegen und 13 Niederlagen ab, auch das war ein Rekord - für 24 Jahre. Dann verlor Michael Jordan mit den Chicago Bulls nur zehnmal (1995/96).

Die 81 Lakers-Siege in Regular Season und Playoffs waren bis 1986 unübertroffen, ehe die Boston Celtics um Larry Bird es 1986 besser machten.

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L.A. Lakers überwanden 1972 schwarze Serie

Für die Lakers war der Titel 1972 der erste nach dem Umzug aus Minneapolis an die Westküste (der Name "Lakers" geht noch auf die Seen in der ursprünglichen Heimat zurück) - und das Ende einer bitteren Serie: Siebenmal in acht Jahren hatte das Team zuvor die NBA-Finals verloren - sechsmal gegen die Celtics, einmal gegen die Knicks. Die Bucks mit Abdul-Jabbar hatten den Lakers 1971 die Meisterschaft weggeschnappt.

Viele Experten hatten die Lakers schon abgeschrieben, zumal die 1999 verstorbene Center-Legende Chamberlain und Spielmacher West - der Mann, dessen Silhouette das NBA-Logo ziert - jeweils schon deutlich über 30 waren.

Der damals neu verpflichtete Trainer Bill Sharman kitzelte jedoch noch einmal das Maximum aus ihnen heraus. Der viermalige Meisterspieler der Boston Celtics wurde dafür auch als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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