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Stephen Curry gilt als der beste Dreierschütze der NBA-Geschichte
Stephen Curry gilt als der beste Dreierschütze der NBA-Geschichte © Getty Images
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München - Die Dreier-Maschine der NBA läuft wieder heiß! Stephen Curry spielt nach mehreren schwächeren Jahren wieder mächtig auf. Ist er besser als jemals zuvor?

Was schwärmten Basketball-Fans vor ein paar Jahren von diesem Ausnahmekönner, der aus einem Überteam der NBA noch einmal herausragte.

Was überschlugen sich die Medien mit Superlativen zu dem Mann, der einstimmig – ein historisches Ergebnis in der Liga - zum besten Spieler der Saison 2015/16 gewählt worden war.

Stephen "Steph" Curry war in aller Munde. Er führte die Golden State Warriors zwischen 2015 und 2018 zu drei Meisterschaften. Er pulverisierte einen NBA-Rekord nach dem anderen. 402 Dreier in einer Saison, 13 Treffer von Downtown in einer Partie, 79 Spiele in Serie mit mindestens einem Dreier – um nur ein paar davon zu nennen.

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Kerr: Curry war nie besser

Und jetzt? Schickt sich der heute 32-Jährige an, noch besser zu werden. Mit einem 62- sowie einem 57-Punkte-Spiel beziehungsweise zehn Dreiern in einer Partie sorgt er gewaltig für Furore.

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Laut seinem Coach ist er es bereits.

"Er war nie besser", konstatierte Warriors-Trainer Steve Kerr kürzlich, als Curry gegen die Dallas Mavericks 57 Punkte erzielt hatte. "Wir reden hier über einen zweimaligen MVP und dreimaligen Champion. Ich habe ihn noch nie so gesehen", verlieh er seinen Worten Nachdruck.

Auch Draymond Green, seit 2012 Teamkollege des Point Guards, vertritt diese Meinung: "Mit Sicherheit - zu 1000 Prozent."

Curry 2015/16 noch einen Tick besser - laut Statistik

Die nackten Zahlen können diese Behauptung nicht ganz belegen. Curry spielt derzeit phänomenalen Basketball und trifft so viele Dreier wie lange nicht – an seine Statistiken aus der besten Saison der Karriere 2015/16 kommt er dennoch nicht ganz heran.

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Nach 26 absolvierten Spielen steht der Spielmacher bei 30,0 Punkten pro Match – vor fünf Jahren waren es am Ende der Regular Season 30,1.

Mit einer Field-Goal-Quote von 49,0 Prozent liegt er ebenfalls knapp hinter der von 2015/16. Pro Partie versenkt Curry aktuell 5,0 Dreier (bei 43,5 Prozent Trefferquote), damals waren es 5,1 (45,4).

Bei Steals und Assists war der Warrior in der besten Saison der Franchise-Geschichte (73 Siege in 82 Spielen) sogar klar besser. Einzig bei der Freiwurfquote (93,0:90,8 Prozent) und bei Rebounds (5,5:5,4 pro Spiel) hängt der aktuelle Curry den von 2015/16 sogar ab.

Warriors-Coach vergleicht Curry mit Jordan

Warum also sind Kerr und Green der festen Meinung, ihren Point Guard noch nie so gut gesehen zu haben?

Zum einen liegt das laut seinem Coach am Auftreten Currys. Das Selbstbewusstsein und die körperliche Stärke beeindrucken Kerr besonders. Zudem sorgt er vermehrt mit außergewöhnlichen Aktionen für Aufsehen.

"Dieser Move war irgendwie Jordan-esque", beschrieb Kerr eine Szene aus dem Spiel Golden States gegen die San Antonio Spurs, in dem Curry nahe der Außenlinie gefoult wird und sich, als er den Pfiff vernimmt, blitzschnell dazu entscheidet, denn Ball im Rückwärtsfallen doch noch zu werfen – und ihn selbstverständlich im Korb versenkt. (Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

"Das war ein unglaubliches Beispiel für Körperkontrolle und Gefühl", erklärte Kerr seinen Vergleich mit NBA-Legende Michael Jordan.

Golden State vermisst Thompson

Um Currys momentanen Höhenflug besser einzuordnen, muss man auch einen Blick auf seine Mitspieler werfen. In seiner Ausnahmesaison hatte er mit Green, Klay Thompson (derzeit verletzt), Andre Iguodala und Shaun Livingston dazumal bärenstarke Spieler neben sich.

Bis auf Green, der sich auf dem Feld nach wie vor bestens mit Curry versteht, fehlen den Warriors 2020/21 vor allem intelligente Rollenspieler. Deshalb sind seine momentanen Leistungen nicht hoch genug einzuschätzen.

Von seinem Teamkollegen Juan Toscano-Anderson wurde er mit ganz großen Worten geadelt. "Wenn man mich auf der Bank beobachtet, wie ich sein Spiel verfolge, ist es wie 'Oh mein Gott, das ist crazy!'", staunt der Forward und ergänzt: "Ich denke, Steph ist momentan der beste Spieler der Welt. Wie Baze (Bazemore) gesagt hat: Einfach surreal."

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"Wir werden so einen Spieler wie Steph Curry – vielleicht nicht nie – aber lange Zeit nicht mehr sehen", legt Toscano-Anderson noch einen drauf.

Curry fühlt sich stark wie nie

Viele hatten Curry nicht zugetraut, nach seinem Horrorjahr noch einmal so stark zurück zu kommen – zumal auch sein Team nach der erneuten Verletzung von Klay Thompson bereits vor Saisonstart abgeschrieben worden war. (Tabellen der NBA)

Curry verpasste beinahe die komplette letzte Spielzeit wegen einer gebrochenen Hand. "Ich bin nach letztem Jahr dankbar, einfach wieder gesund zu sein", stellt der dreifache Familienvater fest: "Ich bin glücklich, einfach wieder Abend für Abend zu spielen. Ich fühle mich stark, ich fühle mich im Rhythmus, ich fühle die Kontrolle über mein Spiel."

"Ich fühle mich definitiv so stark wie noch nie."

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