Brady und Co.: Das sind die Stars der NFL
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München - Mit Brady, Gronkowski und Co. gehören die Patriots einmal mehr zu den Favoriten in der NFL. Eine Doping-Sperre und alte Probleme werfen aber Fragen auf.

Es war der nächste Abgang im Receiver-Lager der New England Patriots: Vor gut einer Woche verkündete Eric Decker seinen sofortigen Rücktritt aus der NFL - dabei hatte er erst im August seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

Der Wide Receiver ist nicht der erste Passempfänger, der New England in diesem Jahr den Rücken kehrt. Mit Danny Amendola (Miami Dolphins) und Brandin Cooks (Los Angeles Rams) verließen zwei Topstars den fünfmaligen Super-Bowl-Champion nach Saisonende (SERIVCE: Der NFL-Spielplan).

Auch Malcolm Mitchell, Jordan Matthews und Kenny Britt sind weg - sie wurden vom Team von Trainer Bill Belichik entlassen.

Edelman vier Spiele gesperrt

Nun fällt auch Routinier Decker als Abnehmer für Bradys Pässe weg. Für die Patriots wird die Luft immer dünner. Vor allem, weil auch Julian Edelman seinem Team vorerst nicht zur Verfügung steht.

Der 32-Jährige, der die vergangene Saison wegen einer Verletzung verpasste, wurde von der Liga wegen Dopings für die ersten vier Saisonspiele gesperrt. Quarterback Tom Brady schränkt das in seinen Möglichkeiten deutlich ein. Vorerst hat er nur noch Chris Hogan, Philip Dorsett und Cordarrelle Patterson zur Verfügung.

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Doch die Receiver-Position ist nicht die einzige Baustelle. Auch bei den Running Backs ist der Kader nicht allzu üppig bestückt. Dion Lewis verließ die Pats in der Free Agency in Richtung Tennessee Titans. Im Anschluss beklagte er sich über seinen Ex-Arbeitgeber: "Sie haben nicht an mich geglaubt", erzählte er dem Boston Globe.

Rookie Michel bisher verletzt

Hinter Rookie Sony Michel steht zu Saisonbeginn zumindest ein Fragezeichen. In der Saisonvorbereitung verpasste der Erstrundenpick diverse Trainingseinheiten wegen einer Knieverletzung. Mittlerweile ist er zurück, ein Spiel absolvierte er aber noch nicht.

Ob Rex Burkhead als Nummer 1 geeignet ist, wird sich zeigen. Er muss zusammen mit Jeremy Hill für die Rushing Yards der Patriots sorgen.

Auch die Offensive Line der Pats überzeugt nicht auf ganzer Linie. Bereits in der Vorsaison schwankten die Leistungen, nun ist mit Tackle Nate Solder einer der wichtigsten Spieler zu den New York Giants gewechselt.

Offensive Lineman Isaiah Wynn, den New England beim Draft 2018 an Position 23 auswählte, fällt für den Rest der Saison mit einem Achillessehnenriss aus - der nächste bittere Rückschlag.

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Secondary macht Sorgen

Hoffnung dürfte den Fans die Rückkehr von Linebacker Dont'a Hightower machen. Der 28-Jährige verpasste verletzungsbedingt fast die gesamte letzte Saison. Nun will er mit den Neuzugängen Adrian Clayborn und Danny Shelton die Defensive Line stärken.

Das Trio ist eine große Hilfe, dennoch gibt es in der Defense Zweifel. Vor allem die Secondary ist nicht immer sattelfest. Im Super Bowl geriet Cornerback Eric Rowe gegen die Eagles gehörig unter die Räder, auch Kollege Jason McCourty überzeugte in der Preseason nicht immer. 

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Auf der Quarterback-Position sind die Patriots ebenfalls nicht mehr so stark besetzt wie früher. Ex-Backup Jimmy Garoppolo wird mittlerweile von den 49ers fürstlich entlohnt, auch Jacoby Brissett ist weg. Sollte Brady ausfallen, stehen Brian Hoyer und Danny Etling bereit.

Tom Brady sorgt auch abseits des Footballfeldes vermehrt für Aufsehen. Bereits zweimal zeigte er sich bei Presserunden angesäuert. Auf die Dopingsperre von Edelman angesprochen, beendete er die Pressekonferenz und ging.

Probleme mit Fitnesscoach Guerrero

Auch beim Thema Alex Guerrero reagiert der 41-Jährige mehr und mehr genervt. Der Fitnesscoach des Superstars kommt mit Trainer Belichick nicht zurecht.

Das Trainingsgelände in Foxborough darf Guerrero nicht betreten, auch in das Flugzeug des Teams darf er eigentlich nicht einsteigen. Als er vor knapp zwei Wochen dennoch mitflog, und Brady darauf angesprochen wurde, antwortete der Spielmacher: "Damit will ich nichts zu tun haben."

Trotz der vielen Probleme, abschreiben sollte man die Patriots nicht. Die Zweckgemeinschaft zwischen Brady und Belichick funktioniert schon seit Jahren astrein und auch die AFC East spielt dem Team in die Hände. Mit den Bills, den Jets und den Dolphins spielen drei der wohl schlechtesten Teams der Liga in derselben Division. 

Der Einzug in die Playoffs kann alleine aufgrund dessen kein Problem darstellen. Ob es wie im letzten Jahr für den Einzug in den Super Bowl reicht, scheint fraglich.

Mit den Houston Texans und Quarterback Deshaun Watson wartet im ersten Saisonspiel am 9. September gleich die erste große Herausforderung. 

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