Playoffs? Dieser Touchdown weckt den Super-Bowl-Champ auf
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Die Philadelphia Eagles wahren mit dem Sieg gegen Washington die Chancen auf die Playoffs. Bei den Redskins zieht sich die Verletztenmisere weiter fort.

Die Philadelphia Eagles feiern gegen die Washington Redskins einen wichtigen Sieg im Kampf um den Einzug in die Playoffs.

Zum Abschluss des 13. Spieltags setzte sich der Champion der vergangenen Saison mit 28:13 durch und hat damit den Wildcard-Spot weiter fest im Blick. (Tabelle der NFL)

Im heimischen Lincoln Financial Field fand Philly von Beginn an besser ins Spiel und ging früh durch eine Touchdown-Reception in Führung. Bei den Gästen aus der Hauptstadt wurden dagegen die großen Verletzungssorgen deutlich - und diese wurden im weiteren Spielverlauf noch größer.

Redskins erneut mit Verletzungspech

Anfang des zweiten Viertels musste Ersatz-Quarterback Colt McCoy schwer verletzt vom Feld. Wie die Untersuchung später ergab, zog sich der 32-Jährige einen Wadenbeinbruch zu. Zudem riss sich Offensive Lineman Jonathan Cooper eines Bizepsmuskels und wird den Rest der Saison ebenfalls verpassen. Er ist der sechste Lineman der Redskins auf der Langzeitverletztenliste (inklusive Top-Starter Brandon Scherff).

Der epischen Seuche des dreimaligen Super-Bowl-Champions fielen zuvor unter anderem bereits Starting-Quarterback Alex Smith, der beste Receiver Paul Richardson, Cam Sims und Rob Kelley zum Opfer. Bereits vor der Saison hatte sich der hochtalentierte Running Back Derrius Guice einen Kreuzbandriss zugezogen. Schon in der vergangenen Saison endeten mehr als 15 Spieler auf Injured Reserve - damals hauptsächlich Verteidiger.

"Es ist ein harter Schlag. Alex zu verlieren, war schon hart. Er ist ein großartiger Quarterback und Anführer, dann bekommt Colt endlich seine Chance und wird ans Bein getreten und bricht es dabei. Es bricht mir das Herz", sagte der niedergeschlagene Skins-Coach Jay Gruden. McCoy hatte das Eagles-Spiel perfekt angefangen, vor der großen Verletzungsflut hatte Washington die NFC East mit fünf Siegen bei nur zwei Niederlagen klar angeführt, verlor nun aber vier der vergangenen fünf Partien.

Sanchez schreibt Geschichte

McCoy wurde in der Folge von Mark Sanchez ersetzt, der erst vor zwei Wochen von den Redskins unter Vertrag genommen worden war. Der Neuzugang erwischte direkt einen Traumstart. Sein Handoff auf Running Back Adrian Peterson resultierte in einem 90-Yard-Touchdown und brachte Washington mit 10:7 in Führung. Sanchez ist nun zudem der erst zweite Spieler überhaupt, der für drei Teams in der NFC East Passversuche unternommen hat.

Die Eagles reagierten ihrerseits mit einem weiteren Touchdown durch Darren Sproles zur 14:13-Halbzeitführung. Dieser hatte zuletzt vor zwei Jahren einen Touchdown hingelegt und seitdem verletzungsbedingt - unter anderem mit einem Kreuzbandriss und einem gebrochenen Arm - lange pausieren müssen.

Schweres Restprogramm für Philadelphia

Im dritten Viertel nahmen sich beide Mannschaften dann spürbar zurück. Während die Eagles das Spiel kontrollierten, fehlten der sichtlich gebeutelten Redskins-Offensive schlichtweg die Durchschlagskraft und Möglichkeiten.

Zwei Field Goals und ein weiterer Touchdown sorgten schlussendlich für den klaren Erfolg des amtierenden Meisters, bei dem vor allem Quarterback Carson Wentz mit Pässen für insgesamt 306 Yards und zwei Touchdown-Pässen zu überzeugen wusste. Ebenso lieferte Tight End Zach Ertz einmal mehr eine hervorragende Leistung ab. Er fing gegen die Redskins neun Pässe ab und steht damit bereits bei 93 in der laufenden Spielzeit. 

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Nach dem Sieg hat Philadelphia die Playoffs wieder fest im Blick, allerdings auch ein schweres Restprogramm. Am kommenden Spieltag geht es zunächst gegen die Dallas Stars ehe das Spiel gegen die Los Angeles Rams ansteht. (Spielplan der NFL)

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