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Antonio Brown droht der nächste Skandal. Nach seinem umstrittenen Wechsel zu den Patriots muss sich der Receiver wegen angeblicher Vergewaltigung erklären.

Der Wirbel um NFL-Star Antonio Brown ebbt nicht ab.

Nach der Posse um seinen Abschied bei den Oakland Raiders und der anschließenden Unterschrift bei den New England Patriots gibt es nun Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Receiver.

Wie mehrere US-Medien berichten, wurde Brown bereits angeklagt. Es geht demnach um vermeintliche Übergriffe in den Jahren 2017 und 2018 an seiner ehemalige Fitnesstrainerin Britney Taylor, die die Anklage im US-Bundesstaat Florida erhoben hat. Eine Kopie der Anklageschrift liegt ESPN vor.

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"Mr. Brown bestreitet jeden Vorwurf der Klage. Er wird alle rechtlichen Schritte unternehmen, um nicht nur seinen Namen zu retten, sondern auch andere Profisportler vor falschen Anschuldigungen zu schützen", erklärte Browns Anwalt Darren Heitner.

Heitner gab an, dass Brown und Taylor eine "einvernehmliche Beziehung" geführt haben. "Jegliche sexuelle Aktivitäten mit Mr. Brown waren einvernehmlich", meinte Heitner.

Patriots reagieren

Die Patriots reagierten in einem Statement ebenfalls. "Wir haben Kenntnis von der Klage und der Antwort von Antonios Anwälten", heißt es: "Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst. Unter keinen Umständen duldet diese Organisation sexuelle Gewalt oder Übergriffe."

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Auch die Liga ermittle bereits, erklärten die Patriots.

Taylor schreibt von Suizidgedanken

Taylor schrieb laut ESPN: "Als ein Vergewaltigungsopfer von Antonio Brown war es unfassbar schwierig, mich zu äußern." Sie habe an "beinahe täglichen Panikattacken" gelitten und "Suizidgedanken" gehabt. Sie strebe eine Entschädigungssumme von 75.000 Dollar ein.

Taylor war am gleichen College wie Brown, wo sie sich laut der Anklageschrift in einem Bibelkreis kennenlernten. Anschließend hätten sie sich einige Jahre aus den Augen verloren, ehe Brown sie 2017 anstellte, um ihn beim Fitnesstraining zu unterstützen.

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Im Rahmen der gemeinsamen Trainingsstunden soll Brown zweimal übergriffig geworden sein. Taylor kündigte daraufhin die Zusammenarbeit zunächst auf, nahm ihre Tätigkeit allerdings nach einer Entschuldigung des Superstars wieder auf. Allerdings habe im Mai 2018 eine erneute Vergewaltigung durch den Passempfänger stattgefunden, wie die Sportlehrerin auch schon in einem Lügendetektortest gegenüber einem früheren Beamten der US-Bundespolizei FBI erklärte.

Brown-Posse in Oakland

Brown spielte die ersten neun NFL-Saisons für die Pittsburgh Steelers, ehe er in der Offseason zu den Oakland Raiders getradet wurde. Sein Engagement dort entwickelte sich aber zur Seifenoper, am Ende zogen die Raiders die Reißleine und entließen ihn am 7. September.

Noch am gleichen Tag einigte sich Brown mit New England auf einen neuen Vertrag. Nun müssen die Patriots, die von den Vorwürfen überrascht wurden, überlegen, wie sie mit Brown weiter vorgehen.

Laut ESPN ist denkbar, dass der Spieler auf die sogenannte "Commissioner's Exempt List" gesetzt wird, das kann nur NFL-Boss Roger Goodell tun. Brown wäre in diesem Fall von allen Aktivitäten seines Klubs ausgeschlossen, solange die Liga in der Angelegenheit ermittelt. Goodell allein darf entscheiden, wann ein Spieler diesen Status wieder verliert.

Ursprünglich sollte Brown am Mittwoch das erste Mal mit dem Team um Star-Quarterback Tom Brady trainieren.

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