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Seit 2016 wartet Colin Kaepernick auf eine Rückkehr in die NFL, kürzlich sagt er kurzfristig ein Workout ab. SPORT1-Kolumnist Markus Kuhn bewertet die Situation.

Colin Kaepernick hält die NFL in Atem.

Am vergangenen Samstag sagte er kurzfristig eine anberaumte Trainingseinheit vor NFL-Scouts ab, nachdem es zuvor Streit um die Modalitäten gab. Stattdessen veröffentlichte der Quarterback selbst eine Trainingseinheit per Video.

Für den ehemaligen NFL-Profi Markus Kuhn ist nach den jüngsten Entwicklungen eine Sache klar. "Ich glaube leider, dass die Geschichte mit Kaepernick und der NFL abgehakt ist. Er ist zwar ein sehr guter Spieler, ich habe selbst noch gegen ihn gespielt. Aber es ist glaube ich einfach zu viel passiert", schätzt er die Situation bei SPORT1 ein. 

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Kuhn über Kaepernick: NFL wollte Schuld abschieben

Mit dem Workout-Angebot habe die Liga zeigen wollen, "dass es nicht an ihr liegt, dass er nicht in der Liga ist und dass sie ihm helfen", ergänzte Kuhn: "Die NFL wollte ihre Schuld mit der Aktion vielleicht auch abschieben und das Ganze ein bisschen auf die Teams abwenden. Bei dieser Klage gegen die NFL hat er ja auch ein Settlement in Millionenhöhe bekommen. Das macht die NFL nicht, wenn sie sich komplett von Schuld freispricht." 

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Kuhn schließt ein Kaepernick-Comeback in der NFL auch aus, weil "ein Team einfach keine Lust hat, für einen Backup-Quarterback so viel Drama drumherum mitzumachen". Dabei gehe es "überhaupt nicht darum, worauf Colin Kaepernick aufmerksam machen will, ob das berechtigt ist oder nicht. In Amerika gibt es ein Problem der Ungleichheit zwischen schwarz und weiß. Und gerade die Polizeibrutalität gegen Schwarze ist mit der gegen Weiße nicht vergleichbar."

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Kapernick kniete 2016 bei den San Francisco 49ers während der US-Nationalhymne, um auf die Polizeigewalt in den USA gegen Schwarze aufmerksam zu machen. Nach der Saison wurde er entlassen und ist seither ohne Job.

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